Zahnlexikon

Alles über unser Leistungsspektrum von A bis Z

Aufbissschiene

Die Aufbissschiene, oder Knirscherschiene wie sie auch im Volksmund genannt wird, hilft gegen Knirschen und Reiben der Unterkieferzähne auf den Oberkieferzähnen.
Sie stellt somit ein probates Mittel gegen Kiefergelenkprobleme dar. Menschen, die nachts oder bei Anstrengung am Tage mit den Zahnreihen aufeinander reiben, pressen und knirschen sind sich meist dessen selber nicht bewusst.

Wenn Sie Ihre Mitmenschen beobachten, werden Sie sicher bald einen entdecken "der sich durchs Leben beißt" und dessen Gesichtsmuskeln ständig arbeiten, so als ob er ganz kleine Kaubewegungen ausführen würde. Bei diesen Mitmenschen würde ein Zahnarzt typische Schleifspuren auf den Kauflächen der Zähne erkennen.
Dieses Knirschen und Reiben führt über die Zeit zu einer Überbelastung der Kiefergelenke, der Muskulatur und kann zu Überspannungen der Nackenmuskulatur mit ausstrahlenden Schmerzen in Kopf, Schläfe und Nacken führen.
Hier hilft eine Aufbißschiene mit adjustierter Kaufläche (im Volksmund Knirscherschiene genannt) Abhilfe, welche von uns individuell in unserem Eigenlabor angefertigt wird.

Für die notwendige körperliche Entspannung ist eine begleitende Hypnose unter Umständen ein zusätzliche probates Mittel. Lesen Sie hierzu unsere Informationen unter dem Kapitel "Hypnose".

Oft sind aber Beschwerden am Kiefergelenk nicht nur ursächlich durch eine Fehlstellung der Zähne oder durch eine Überbelastung der Kaumuskulatur bedingt, sondern auch durch Fehlbelastungen der Wirbelsäule. Umgekehrt führen auch Erkrankungen an der Wirbelsäule zu Kiefergelenksbeschwerden. Aus diesem Grunde arbeiten wir eng mit Osteopathen und Cranio-Spezialisten zusammen.

Lesen sie hierzu auch im "Zahnlexikon" unter dem Buchstaben "K":
"Kiefergelenkserkrankungen: Ursachen und Folgen"
und unter dem Buchstaben "J":
"Jig-Schiene"

Akupunktur

Die Ohrakupunktur dient der unterstützenden Behandlung von chronischen und akuten Erkrankungen ohne Nebenwirkungen.
Das Haupteinsatzgebiet der Ohrakupunktur ist die ergänzende Therapie in der Schmerzbehandlung, aber speziell in der Zahnheilkunde auch die Beseitigung ...
... von Würgereizen, z.B. bei Abdrücken im Mund,
... von akuten Kiefergelenksbeschwerden bei Bruxismus
(Bruxismus = Knirschen der Zahnreihen aufeinander).

Über ein modernes Akupunktur-Punkt-Suche-Gerät werden die klassischen Akupunkturstellen an ihrem Ohr individuell für sie abgestimmt lokalisiert, von uns markiert und mit speziellen Akupunkturnadeln versehen.
Dies steht im Einklang mit unserem Behandlungsprinzip:
" Die Verbindung der modernen Zahnmedizin mit dem traditionellen, klassischen und naturheilkundlichen Wissen."

Amalgam-Alternativen

Nachdem Amalgam in aller Munde ist und nicht jeder Patient dieses Material wünscht, stellt sich für jeden Patienten einmal die Frage, welches Material am besten geeignet ist?

Keramik oder Quarz-Kunststoffe sind sehr ästhetische Materialien. Zähne, die mit diesen Materialien gefüllt sind, sehen aus, als hätten sie nie Bekanntschaft mit Karies gemacht. Die Haltbarkeit solcher Materialien ist aber nicht so gut wie mit Gold, das praktisch unbegrenzt lange halten kann, aber nicht jedem gefällt. Und natürlich, wie Keramik, nicht billig ist.

Leider bezahlen die Krankenkassen nach mehreren (missglückten) Gesundheitsreformen nur noch die einfachsten Füllungsmaterialien wie Amalgam und Zement. Wenn Sie bessere Materialien wählen, wie z.B. Gold oder Keramik, erhalten Sie lediglich einen Zuschuss von ihrer Krankenkasse.
Die Frage, welches das beste Material für Sie ist, lässt sich nicht allgemein beantworten.

Das hängt ganz von Ihren Vorstellungen ab:
• Wenn Sie Wert auf strahlend schöne Zähne legen, müssen Sie eine laborgefertigte Keramikversorgung wählen
• Wenn Ihnen die Haltbarkeit und die Bioverträglichkeit über alles wichtig ist, bleibt Ihnen nur die laborgefertigte Goldversorgung
• Wenn es billig sein soll, ist die einfache Kunststofffüllung Ihr Material?
• Wollen Sie kein Geld dazu bezahlen, ist es die Amalgamfüllung bzw. die weniger haltbare Zementversorgung
Das für Ihre Situation und Wünsche geeignete Füllungsmaterial finden wir in unserer Praxis in einem gemeinsamen Gespräch heraus.
Natürlich erstellen wir Ihnen vorab jederzeit eine Kostenzusammenstellung auf, sodass Sie (vorher) wissen, was finanziell auf Sie zukommt, und damit Sie mit Ihrer privaten (Zusatz-) Versicherung sprechen können.

Weitere Informationen erhalten Sie auch unter den Buchstaben "C= Cerec- Vollkeramikversorgung" und "K= Kunststoff-Keramik: Füllungen- Inlays- Kronen".

Bleaching – Zahnaufhellung

Ein strahlendes Lächeln, mit weißen Zähnen!
Wer möchte das nicht?

Ein weißes Lächeln zu erlangen ist nicht das Problem. Viele Möglichkeiten gibt es, dieses zu bewerkstelligen. Es gibt viele Produkte, die man in der Apotheke oder Drogerie kaufen kann. Doch wie sieht das Ergebnis aus, wie ist die Verträglichkeit einzuschätzen, was geschieht mit dem Zahn an und für sich, wie groß ist das Risiko sich das Zahnfleisch zu verletzen und "last but not least" wie teuer sind diese Produkte, die man zuhause im sogenannten „Home-Bleaching“ verwendet?

Es gibt hierzu nur eine Antwort:
Die Kombination von fachlichem know how eines geschulten Zahnarztteams, den geeigneten Zahnaufhellungsprodukten und der hierzu speziell entwickelten Bleaching-Lampe garantieren eine für die Zahnsubstanz schonende, für das Zahnfleisch unschädliche, für das Ergebnis hervorragende und schließlich auch für das Preis-Leistungsverhältnis attraktive Zahnaufhellungs-Behandlung.

Wie läuft eine Bleaching/Zahnaufhellung ab:
Zunächst muss erst einmal eine professionelle Zahnreinigung (PZR) stattgefunden haben. Jetzt wird die aktuelle Zahnfarbe mittels einer Zahnfarbskala dokumentiert und der realistische Farbwunsch des Patienten in einem individuellen Gespräch ermittelt. Danach wird das Zahnfleisch mit einer Schutz-Paste abgedeckt, damit das Bleaching-Gel hier zu keinen Irritationen führen kann. Nun wird das Bleaching-Gel aufgetragen und mittels einer speziellen Bleaching-Lampe aktiviert. Die Augen werden hierzu über eine lichtundurchlässige Brille geschützt. Nach einer entsprechenden Zeit wird das Ergebnis zusammen mit dem Patienten an der vorher schon eingesetzten Farbskala überprüft und eventuell noch einmal neues Bleaching-Gel aufgetragen und über die Bleaching-Lampe wieder aktiviert.

Für den langanhaltenden Effekt der Zahnaufhellung empfehlen wir unseren Patienten von Aparcare das Produkt ApaCare&Repair, welches hoch mit Hydroxylapatit, einem flüssigem Zahnschmelz angereichert ist. Dieses Produkt ermöglicht die Zähne dauerhafter aufzuhellen, und bakteriendicht zu schützen.

Abschließend noch einige häufig gestellte Fragen in Kurzform beantwortet:

1.)Wie lange hält das Resultat an? Dies hängt von der jeweiligen Ernährungsweise, von der Zahnreinigung zu Hause, den eingesetzten Pflegeprodukten und von der Anzahl der im Jahr durchgeführten professionellen Zahnreinigung (PZR) in unserer Zahnarztpraxis ab. In der Regel aber hält das Resultat 1-3 Jahre an.
2.) Wie lange dauert die Behandlung? Die reine Bleaching-Sitzung dauert ca. 1 Stunde.
3.) Wie hell können die Zähne werden? Es sind 5-14 Farbaufhellungsnuancen innerhalb einer speziellen Farbscala möglich.
4.) Wie hoch sind die Kosten? Auch dies muss in einem individuellen Gespräch geklärt werden. Aber, in der Regel liegen je nach Aufwand die Kosten zwischen 250,00 bis 390,00 €.


Die notwendigen 48-Stunden-Instruktionen für ein lang anhaltendes Zahnaufhellungsergebnis:

- Die Zähne können heiß/kalt empfindlich sein
- Es können reversible, weiße Flecken auftreten. Diese gehen durch die Remineralisierung aber von alleine wieder weg.
- folgende Genussmittel 48 Stunden meiden: Cola, Tee, Kaffee, Rotwein, Säfte, dunkelfarbige Getränke, rote Beete, Rotkohl, dunkle Saucen, Ketchup, Senf, Tomatensauce
- Nicht Rauchen
- Keine farbige Zahnpasten
- Keine farbigen Mundspüllösungen

Haben wir Ihr Interesse geweckt?
Bitte sprechen Sie uns an.

Cerec-Vollkeramikversorgung

Bei dem Cerec-System von Sirona handelt es sich um eine computergestützte, zahntechnische Versorgungsmöglichkeit von Inlays, Kronen, Brücken, etc. Der Name Cerec leitet sich ab von CEramic RECconstrucion.

In unserer Praxisphilosophie steht die Individualität des einzelnen Menschen an oberster Stelle. Somit haben wir uns für das "Cerec MCXL in Lab"- System entschieden. Für die Herstellung der prothetischen Versorgung, wie z.B. Kronen oder Brücken, wird ein Abdruck im Mund des Patienten erstellt. Unsere Zahntechnikerinnen bestimmen individuell mit dem Patienten die jeweilige Zahnfarbe, den Farbverlauf und die persönliche Zahnform. Hiernach wird ein spezielles Gipsmodell hergestellt. Mit der Verwendung der CAD/CAM Technologie wird zunächst mittels eines Scanners der optische Abdruck dieses Gipsmodells erstellt. Gemäß dem CAD-Verfahren werden die gewonnenen Bilder nun am Monitor des Computers dargestellt und die zukünftige Restauration mittels einer speziellen Software konstruiert. Anschließend werden die Konstruktionsdaten im CAD-Verfahren an eine Schleifeinheit die ebenfalls über den Computer gesteuert wird gesendet und die Basis der Krone oder Bücke vollautomatisch hergestellt. Hiernach beginnt die manuelle Individualisierung dieser prothetischen Versorgung durch eine unserer beiden Zahntechnikerinnen bezüglich der am Patienten ermittelten Zahnfarbe, Zahnform und Zahnästhetik. "Computer-Hightech trifft manuelles Zahntechniker-know-how."

Chlorhexidin-Lack / Bio C und EC 40

Warum nur die „Nano-Versiegelung“ für den Lack ihres Autos?
Karies ist sprichwörtlich in aller Munde. Selbstverständlich kann man die Zähne mit der Zahnbürste, Zahnpasta und Mundspüllösungen pflegen, aber man kann auch mehr tun.
Alle Zähne haben Poren, Unebenheiten im Zahnschmelz und im Dentin. In diesem der häuslichen Mundpflege schwer zugänglichen Bereich setzen sich Bakterien fest. Vor allem die Karies verursachenden Mutans-Streptokokken und Aktinomyzeten nisten sich hier ein. Mit Hilfe eines Chlorhexidin-Lackes werden diese Bakterien deutlich auf den Zähnen reduziert und die Poren versiegelt. Regelmäßig alle drei Monate auf die Zahnoberfläche aufgetragen kommt es nach einem Jahr zu einer Reduzierung der Kariesanfälligkeit um bis zu 50%. Nach einer professionellen Zahnreinigung verwenden wir auf Wunsch bei Kindern „Bio C“ mit einer Konzentration von 20% Chlorhexidin und bei Jugendlichen und Erwachsenen „EC 40“ mit einer Konzentration von 35% Chlorhexidin. Vor allem in schwerzugänglichen Bereichen im Mund, wie z.B. während kieferorthopädischen Behandlungen findet diese „Zahnversiegelung“ ihre Anwendung.
Schützen sie ihre wertvollen Zähne mit einer Chlorhexidin-Versiegelung. Fragen sie uns. Wir beraten sie gerne.

Digitales Röntgen

Das Wichtigste zuerst:
Digitales Röntgen bedeutet eine deutliche Strahlenentlastung bis zu 70% in Relation zu dem analogen Röntgen. Das bedeutet im Klartext für sie, dass Ihre Gesundheit für uns schon beim Röntgen im Vordergrund steht. So entspricht eine Aufnahme des gesamten Zahnbefundes mit Knochenstrukturen, wie Kieferhöhlen, Kiefergelenken und der gleichen mehr, eine geringere Belastung, als wenn sie im Flugzeug bei einer Höhe von 11.000 m 30 min fliegen würden.
Digitales Röntgen und die Umwelt:
Da bei dem digitalen Röntgen keine Chemie verwendet wird, entfällt diese aggressive Entwicklerlösung vollständig. Somit muss diese Chemikalie, wie bei der analogen Röntgenbildherstellung notwendig, nicht belastend für die Umwelt entsorgt werden.
Was ist digitales Röntgen?
Bei dem digitalen Röntgen wird eine Speicherfolie belichtet, die dann in einem computerunterstützenden Verfahren ausgewertet wird. Diese digitalen Bilder können wir als ihre Zahnärzte dann entsprechend über einen Computer zur optimalen Diagnosefindung bearbeiten, d.h. kleine Entzündungsbereiche vergrößern, Kiefergelenke deutlicher darstellen, kariöse Läsionen markieren und dergleichen mehr. Und dies alles in kürzester Zeit, sodass für sie, als unserem Patienten, die Wartezeiten deutlich verringert werden. In Absprache mit Ihnen können wir diese digitalen Röntgenbilder auch an übergreifende Fachrichtungen, wie z.B. Kieferchirurgen und Kieferorthopäden via Email versenden und somit im übergreifendem Team für Sie und ihrer Gesundheit tätig sein.
Noch einmal in Kürze digitales Röntgen versus analoges Röntgen:
- Deutlich weniger Strahlenbelastung
- Keine Umweltbelastung
- Deutlich geringere Wartezeiten
- Bessere Diagnosefindung
- In Absprache mit Ihnen einfacher Datenaustausch mit weiterbehandelnden zahnärztlichen Fachrichtungen

Das Eigen-Labor der Zahnarztpraxis Dr. med. dent. Ivo Pfütz

Unser Gespür für die perfekte Lösung wird durch unser eigenes Dental-Labor unterstützt. Wir sind spezialisiert auf vollkeramischen, festsitzenden Zahnersatz. Die zahntechnischen Arbeiten werden grundsätzlich nur in unserem Labor oder in ortsnahen Fremdlaboren hergestellt. Die Herstellung zahntechnischer Arbeiten in sogenannten Billiglohnländern wird von uns abgelehnt und nicht durchgeführt.

Das hat für Sie nur Vorteile, denn alle Arbeiten erfolgen direkt vor Ort und zeitnah. Das Labor ist von der Planung bis zur Fertigstellung des Zahnersatzes in den Behandlungsprozess mit einbezogen. So erfolgt z.B. die individuelle Farbbestimmung von Zahnfarben und Zahnformen direkt vor Ort durch unsere Zahntechnikerinnen Frau Kramer und Frau Pfütz. Jeder Zahnersatz ist eine individuell für Sie eigens hergestellte Versorgung, deshalb ist es ganz wichtig, dass die ausführende Zahntechnikerin sie persönlich kennenlernt - um eine individuelle Farb- und Formbestimmung vornehmen zu können.

Ein Zahnersatz aus unserem Labor ist ein auf Sie abgestimmtes und von Hand gefertigtes Produkt aus Deutschland – Handmade in Braunfels.

Unser zahntechnisches Eigenlabor und CEREC
Bei dem Cerec-System von Sirona handelt es sich um eine computergestützte, zahntechnische Versorgungsmöglichkeit von Inlays, Kronen, Brücken, etc. Der Name Cerec leitet sich ab von CEramic RECconstrucion.

In unserer Praxisphilosophie steht die Individualität des einzelnen Menschen an oberster Stelle. Somit haben wir uns für das "Cerec MCXL in Lab"- System entschieden. Für die Herstellung der prothetischen Versorgung, wie z.B. Kronen oder Brücken, wird ein Abdruck im Mund des Patienten erstellt. Unsere Zahntechnikerinnen bestimmen individuell mit dem Patienten die jeweilige Zahnfarbe, den Farbverlauf und die persönliche Zahnform. Hiernach wird ein spezielles Gipsmodell hergestellt. Mit der Verwendung der CAD/CAM Technologie wird zunächst mittels eines Scanners der optische Abdruck dieses Gipsmodells erstellt. Gemäß dem CAD-Verfahren werden die gewonnenen Bilder nun am Monitor des Computers dargestellt und die zukünftige Restauration mittels einer speziellen Software konstruiert. Anschließend werden die Konstruktionsdaten im CAD-Verfahren an eine Schleifeinheit die ebenfalls über den Computer gesteuert wird gesendet und die Basis der Krone oder Bücke vollautomatisch hergestellt. Hiernach beginnt die manuelle Individualisierung dieser prothetischen Versorgung durch eine unserer beiden Zahntechnikerinnen bezüglich der am Patienten ermittelten Zahnfarbe, Zahnform und Zahnästhetik. "Computer-Hightech trifft manuelles Zahntechniker-know-how."

Fissurenversiegelung - Laser

Die Seitenflächen eines Backenzahnes sind glatt. Auf der Kaufläche gibt es Grübchen und Höcker.
Wenn man mit der Zunge über einen Zahn geht, kann man dies deutlich fühlen.
Diese Grübchen bezeichnet man als "Fissuren". Diese Fissuren sind oft tief und so fein, dass selbst die Borsten einer Zahnbürte dort nicht hineinkommen. Klebrige Essensreste, die sich dort hineingesetzt haben, können somit nicht effektiv entfernt werden. Es entsteht somit ein Zahnbelag, welcher von Bakterien besiedelt wird. Diese Bakterien scheiden bei der Verdauung der Essensreste Milchsäure ab. Diese Milchsäue löst den harten Zahnschmelz an und es entsteht Karies. Damit dies nicht geschieht, werden diese Fissuren gesäubert und mit einem lichthärtenden Spezielkunststoff versiegelt.
Zur Reinigung tieferer Fissuren eignet sich der Laser hervorragend. Es entstehen hierbei keine Bohrgeräusche, es wird keine Zahnsubstanz abgetragen und der Zahn wird bis in tiefere, schwer einsehbare Bereiche gesäubert.

Fortbildungssiegel

Verleihung des Fortbildungssiegels der Landeszahnärztekammer Hessen.
Dieses Fortbildungssiegel wurde in Zusammenhang mit der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde und der Bundeszahnärztekammer entwickelt, um die ganz erheblichen und vor allem freiwilligen Fortbildungsleistungen der Zahnärzte zu dokumentieren.
Das Fortbildungssiegel soll dem Patienten eine qualitätsgesicherte Orientierungshilfe für nachhaltig betriebene zahnärztliche Fortbildung sein.

Früherkennung von Mundhöhlentumor mit Oral CDx

Mundhöhlenkrebs gehört zu den bösartigen Tumoren. In Deutschland erkranken jedes Jahr bis zu 10.000 Menschen an diesem Tumor. Eine frühe Erkennung im Anfangsstadium des Tumors kann die Heilungsrate deutlich erhöhen.
Die meisten Schleimhautveränderungen sind unbedenklich, sollten aber nicht vernachlässigt werden.
Mittels der Oralen CDx Bürstenbiopsie können wir in unserer Zahnarztpraxis nahezu schmerzlos und ohne Betäubung eine Schleimhautprobe entnehmen.Diese so gewonnene Probe wird von uns in ein spezialisiertes Pathologielabor geschickt und dort unverzüglich untersucht. Innerhalb von 10 Tagen wird dort eine Diagnose gestellt.
Vorsorge ist besser als Nachsorge.
Fragen Sie uns, wir helfen Ihnen gerne weiter.

Hypnose

Leiden auch Sie unter Angst vor zahnärztlichen Eingriffen? Furcht vor Spritzen? Medikamenten Allergie?

Haben auch Sie Kiefergelenksprobleme
durch Streß?

Oder möchten Sie Ihren Zahnarztbesuch angenehm gestalten?

Dann machen Sie es doch einfach so: Tauschen Sie Ihre Angst oder ihren Streß gegen einen wunderbaren "Kurz-Urlaub".

Sicherlich haben Sie bereits etwas über die Behandlung unter Hypnose gehört. Als Ihr behandelnder Zahnarzt freue ich mich Ihnen jetzt eine problemlose, nebenwirkungsfreie Hypnose-Form anbieten zu können, die ungewöhnlich schnell wirkt und Sie von allen unangenehmen Begleiterscheinungen einer Behandlung befreit. Entwickelt wurde diese Methode vom kanadischen Zahnarzt Victor Rausch D.D.S.®. Mit seiner Innovation fand er die richtige Antwort auf eine der drängendsten Fragen der modernen Heilkunde. Denn mit der so genannten "Rapid Induction nach Victor Rausch D.D.S.®" können anspruchsvolle Patienten von heute erstmals eine richtungsweisende Hypnose-Variante nutzen, die den steigenden Erwartungen nach einer sanften, natürlichen Medizin vollauf gerecht wird. Auf Grund meiner speziellen Ausbildung an der "victor-rausch akademie" bin ich in der Lage, Ihnen eine Hypnose-Methode zur Verfügung zu stellen, die gegenüber herkömmlichen Techniken einen ganz entscheidenden Vorteil hat: Sie wirkt schnell und ist sehr effektiv.

Und das Beste ist:

Sie selbst führen Regie und bestimmen, an welchen "Ort" Sie sich während Ihrer Behandlung begeben, während ich den Part eines Moderators übernehme. So können Sie in ihrer Fantasie beispielsweise noch einmal Ihre Trauminsel besuchen, um dort - für die gesamte Dauer Ihrer Behandlung – absolutes Wohlbefinden und vollkommene Sicherheit erleben.

Was ist eigentlich Hypnose?

Hypnose ist kein "Hokuspokus", sondern etwas ganz Alltägliches. Genau genommen bezeichnet sie lediglich eine besondere Form der Konzentration auf sich selbst. Und damit einen Zustand, den jeder kennt. Vertraut ist er als tiefe Versunkenheit- etwa aus dem kindlichen Spiel, aus der Musik oder der Meditation.

Ist jeder Mensch hypnotisierbar?

Grundsätzlich ja. Vorausgesetzt, er ist bereit, einen Bewusstseinszustand zu erleben, der ihn "verzaubern" wird. Einen übrigens, der jeden von uns vertraut ist. Erinnern Sie sich daran? Als Kind gaben Sie sich ihrem Spiel hin. Tief versunken überließen Sie sich ganz sich selbst und ihrer Fantasie. So haben Sie damals spielerisch erlebt, was wir "Trance" oder "Meditation" nennen.

Warum Sie sich jetzt mit gutem Gewissen für eine Behandlung unter Hypnose entscheiden können:
  • Sie bleiben jederzeit "Herr" über Ihren Körper.
  • Sie fühlen sich in jeder Phase der Hypnose völlig entspannt und rundherum wohl.
  • Sie bleiben so lange in Hypnose bis Ihre Behandlung beendet ist.
  • Sie empfinden auch nach dem "Wiedererwachen" keinerlei Schmerz, der mit Ihrer Behandlung in Zusammenhang stehen könnte.
  • Sie können nach der Behandlung ohne jede Einschränkung am Straßenverkehr teilnehmen und z.B. auch Auto fahren.

Hypnose-CD

Unterstützend zu unserer Hypnose in der Zahnarztpraxis haben wir eine eigene spezielle Hypnose-CD entworfen, sodass Sie auch zu Hause ihre Hypnose mit unserer Unterstützung leicht anwenden können.
Machen Sie es sich hierzu einfach bequem und entspannen Sie sich bei Ihrer CD "Hypnose für Zuhause".

Implantate

Implantate, d.h. künstliche Wurzel aus Titan, können heute fehlende Zähne ersetzen und die Befestigung für Kronen und Brücken darstellen. Implantate können auch schlecht sitzenden Prothesen zum besseren Halt verhelfen.

Hierzu wird nach örtlicher Betäubung ein kleines Loch in den Kiefer gebohrt, die Implantatschraube verankert und das Zahnfleisch darüber wieder zugenäht. Nach einer Einheilphase von ca. 3 bis 6 Monaten wird ein wenig Gewebe über der Schraube entfernt und eine Krone oder dergleichen auf dem Implantat befestigt.
Hiermit lässt sich gerade im Frontzahnbereich ein kosmetisch hervorragendes Ergebnis erzielen.

Implantate können heute in fast allen Fällen bei ausreichender Knochensubstanz verwendete werden. Der Vorteil liegt darin, dass ansonsten für die Versorgung von Lücken gesunde Zähne als Brückenanker beschliffen werden müssten. Die Einheilung der Implantatschrauben verläuft heute zu 90% der Fälle komplikationslos, weshalb man diese moderne und anspruchsvolle Versorgung in vielen Fällen empfehlen kann.

Für ästhetisch anspruchsvolle Patienten, bei Einzelzahnversorgung oder zur Vermeidung von herausnehmbaren Prothesen sind Implantate ein nicht zu verachtender Fortschritt.

Die Kosten für ein Implantat und dessen prothetische Versorgung mittels z.B. einer Krone übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nur in sehr seltenen Ausnahmefällen anteilig die Kosten. Bei den privaten Versicherungen ist eine Übernahme der Kosten anteilig meist gegeben. Gerne stellen wir Ihnen nach eingehender Prüfung ein Angebot hierüber.

Seitens der chirurgischen Insertion (Eingliederung) von Implantaten arbeiten wir mit renommierten Kieferchirurgen in Teamarbeit zusammen.

Individualprophylaxe für Kinder

Bei der Individualprophylaxe unterscheidet man in:

Allgemeine Individualprophylaxe (Kassenleistung)
Bei Ihrem Kind wird eine Individualprophylaxe durchgeführt. Dies bedeutet, dass Ihr Kind vom sechsten Lebensjahr an bis ins Erwachsenenalter (einschließlich des 18. Lebensjahres) besonders betreut und bezüglich Mundhygiene und Karies-vorsorge besonders bewacht wird.

Bei diesen Sitzungen wird der Zustand des Zahnfleisches (Gingiva) und die Menge an Zahnbelägen festgestellt und schriftlich dokumentiert ( Mundhygienestatus). Ihrem Kind wird dann gezeigt, wo es mangelhaft geputzt hat und wie dies besser von ihm durchgeführt werden kann (Hygienedemonstration). Anschließend wird nach einer Reinigung der Zähne eine Fluoridierung durchgeführt, um diese widerstandsfähiger gegen Karies zu machen.

Die Individualprophylaxe beinhaltet die Fissurenversiegelung der bleibenden Backenzähne.
Als Fissuren bezeichnet man die natürlichen Rillen auf der Kaufläche der Backenzähne. Diese Rillen lassen sich häufig schlecht mit der Zahnbürste reinigen, da sie öfters schmal und sehr tief gestaltet sind. Deshalb werden diese Fissuren mit einem speziellen Kunststoff versiegelt, um Karies vorzubeugen.

Erweiterte Individualprophylaxe (Privat Zusatzleistung)
Zusätzlich zu dem umfangreichen Krankenkassen-Leisungen gibt es noch u.a. folgende erweiterte moderne Behandlungsmöglichkeiten:
  • Fissurenversiegelung über minimalinvasive zahnberührungslose Laserbehandlung mit integrierter potentieller Keimentfernung
  • Laserunterstützte Kariesdiagnostik ohne schädliche Röntgenstrahlung
  • Speicheldiagnostik zur Kariesfrüherkennung um
    eine gezielte Prävention einzuleiten
Ob und in welchen Umfang eine solche moderne private zahnmedizinische Lösung bei Ihrem Kind empfehlenswert ist, erfahren Sie in einem individuellen Gespräch.

Die Individualprophylaxe hat einen hohen Wert, da gerade im Kindes- und Jugendalter gehäuft Karies und Zahnfleischentzündungen auftreten, welche dann im Erwachsenenalter zu Zahnersatz, Parodontitis und Zahnausfall führen.
Dies kann durch eine regelmäßige Betreuung (alle 6 Monate) durch unsere Prophylaxemitarbeiterin und guter Mitarbeit von Ihnen und Ihres Kindes weitgehend verhindert werden.

Das Wechselgebiß:
Mit etwa 6 Jahren beginnt bei den Kindern der Durchbruch der bleibenden Zähne. Bis zum Alter von ungefähr 12 Jahren bilden diese Zusammen mit den bleibenden Milchzähnen das Wechselgebiß. Nach dem Durchbruch findet ein Reifungsprozess statt: die sekundäre Mineralisation. Die Anwesenheit von Flouriden in der Mundhöhle unterstütz diesen Prozess. Deshalb sollten Kinder ab 6 Jahren eine Zahnpasta mit höherer Flouridkonzentration verwenden.
Hierfür eignen sich mehrere Zahnpasten, z.B. die elmex junior Zahnpasta.

Jig-Schiene

Leiden Sie auch unter
- Kopfschmerzen und Migräne?
- Nackenschmerzen?
- Rückenschmerzen?
- Tinnitus?
Die Ursache hierfür kann ein nächtliches Zähneknirschen oder ein nicht „korrekter Biss“ sein. Viele Menschen verarbeiten ihren Stress indem sie mit einer Kraft von bis zu 300 Kilopond mit dem Unterkiefer auf dem Oberkiefer reiben. Im Vergleich hierfür verwendet man zum Abbeißen eines Stück Brotes oder eines Apfels eine physiologische Kraft von 1 – 3 Kilopond. Diese enorme Kraft beim Knirschen kann über die Nacht hinweg die Muskeln und die Gelenke des Kopfes und der Wirbelsäule erheblich belasten.

Durch einige kleine Tests können wir überprüfen, ob bei ihnen ein Zusammenhang zwischen ihren Beschwerden und dem Zähneknirschen oder einem nicht „korrekten Biss“ bestehen. Sollte dies der Fall sein verwenden wir eine „ Jig-Schiene“. Hierzu bedienen wir uns eines Reflexes, den jeder Mensch besitzt : bemerkt der Nerv, welcher die Kaumuskulatur kontrolliert, dass nur die unteren Frontzähne einen Kontakt haben, verringert dieser automatisch den Kaudruck auf 1 – 3 Kilopond. Um diesen Reflex bei ihnen dauerhaft auszulösen, erstellen wir eine dünne herausnehmbare Oberkieferschiene, welche in der Region der oberen Schneidezähne einen kleinen Aufbisstisch hat, sodass nur die oberen und unteren Frontzähne Kontakt haben. Die Seitenzähne von Oberkiefer zu Unterkiefer schweben übereinander und haben somit keinen Kontakt zueinander. Diese Schiene kann jederzeit von ihnen herausgenommen werden und es wird auch nichts an ihren Zähnen verändert.

Fazit: Mit der Jig-Schiene wird die enorm belastende Kaukraft von bis zu 300 Kilopond beim nächtlichen Knirschen auf eine physiologische Kaukraft von 1 – 3 Kilopond reduziert und somit können ihre Beschweren im Kopf-, Hals-, Schulter- und Rückenbereich gelindert oder sogar vollkommen beseitigt werden.
Sprechen sie uns an, wir helfen ihnen gerne.

Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten sie im "Zahnlexikon" unter dem Buchstaben "K" :
"Kiefergelenkserkrankungen: Ursachen und Folgen"

KaVo DIAGOdent

Bei einer modernen präventiv orientierten Kariestherapie kommt es zwingend auf eine umfassende Befundung und rechtzeitige Diagnose der Karies an. Hierzu verwenden wir in unserer Zahnarztpraxis ein Gerät mit modernster Lasertechnologie.

Wie funktioniert das DIAGNOdent?

Eine Laserdiode erzeugt gepulstes Licht mit einer definierten Wellenlänge, welches auf den Zahn auftrifft. Sobald veränderte Zahnsubstanzen von dem ausgesandten Licht angeregt werden, fluoreszieren sie mit dem Licht einer anderen Wellenlänge. Es folgt ein akustisches Signal.

Was erkennt das DIAGNOdent?

Es werden frühzeitig krankhafte Veränderungen am Zahn erkannt, die nur schwer oder durch Röntgenbelastung erkennbar sind, wie z.B.:
  • Früh beginnende Karies (Initialkaries)
  • Karies in den Zahnzwischenräumen (Approximalkaries)
  • Restkaries beim Entfernen von Kariesherden in untersichgehenden Bereichen (Exkavieren)
Was für Vorteile hat dieser Kariesdetektiv?
  • Völlig schmerzfreie Begutachtung der Zähne
  • Kleinste Defekte werden schon im Frühstadium erkannt.
  • Bedarfsgerechte Prophylaxe
  • Gesunde Zahnsubstanz wird geschont.
  • Minimal invasive Kariesentfernung erlauben ästhetische Füllungen.

Kiefergelenkserkrankungen: Ursachen und Folgen

Die Mundregion hat eine zentrale Bedeutung für die Verarbeitung emotionaler Belastungen. Jedem sind folgende Redewendungen bekannt , wie z.B "auf dem Zahnfleisch gehen", "die Zähne zusammenbeißen ", "sich in etwas verbeißen" .
Diese Redewendungen machen die Anspannungen, unter der die Betroffenen stehen, eindrucksvoll deutlich.
Das Kiefergelenk liegt zwischen den Sinnesorganen Mund und Ohr. Über die Mundregion werden die Tätigkeiten Saugen, Beißen, Schmecken, Kauen, Sprechen, Lächeln oder Küssen ausgeführt. Diese Aktivitäten sind eng mit den Gefühlen verbunden und werden durch das Zentrale Nervensystem gesteuert. Unter Stress spannt sich die Muskulatur an, der Körper zieht sich zusammen. Stresshormone werden ausgeschüttet und somit das Immunsystem aktiviert. Ist das Immunsystem überbelastet, können überschießende Entzündungsreaktionen in einzelnen Organen erfolgen, auch allergische Reaktionen. Andererseits kann aber Stress auch zu einer Erschöpfung des Immunsystems führen. Eine notwendige Erregerabwehr ist in diesem Fall nicht mehr gesichert und Infekte und Entzündungen können auftreten.
Die erhöhte Muskelspannung kann auch zu einer enormen Verstärkung der Kaukraft führen. Durch den hierdurch resultierenden Druck können funktionelle Beschwerden, wie z.B. Wirbelsäulenbeschwerden und Nackenprobleme mit den hierauf folgenden Kopfschmerzen auftreten. Oft sind die Zähne und der Kopf bei stressbedingten Symptomen nur der Austragungsort und nicht die Ursache der Beschwerden.
Aber auch organische Probleme können zu einer Fehlfunktion der Kiefergelenke führen.Stoffwechselstörungen, die zu einer Übersäuerung führen, bewirken u.a. Muskelverspannungen. Überschüssige Säuren entstehen im Körper vor allem bei Stress und durch die vermehrte Zufuhr säurebildender Nahrungsmittel (u.a. Süssigkeiten, Kuchen, Alkohol, Kaffee). Bei einer solchen Übersäuerung kommt es dann zu vermehrten Fehlsteuerungen innerhalb unseres Organismus. So entzünden sich die Schleimhäute, die Muskulatur, das Bindegewebe und die Gelenke. Schmerzhafte Muskelverspannungen sind die Folge, vor allem im Bereich des Schultergürtels, entlang der Wirbelsäule, am Kauapparat und am Kiefergelenk, da die überschüssigen Säuren nicht ausgeschieden werden und sich im Körper anlagern.
Der Körper benötigt aber zur Abpufferung, d.h. Neutralisierung der Säuren basische Salze, die überwiegend calciumhaltig sind. Werden aber nun über die Nahrung zu wenige Mengen basischer Salze (u.a. Obst, die meisten Gemüsearten, Kuhmilch, Mineralwasser ohne Kohlensäure) aufgenommen, kann eine Entmineralsierung des Knochens eine Folge sein. Hierzu steht auch eine enge Beziehung zur Darmgesundheit, denn nur ein gesunder Darm kann ausreichend Mineralstoffe aus der Nahrung in den Körper aufnehmen.
Neben den Stessfaktoren und den organischen Ursachen, sind aber auch Störungen im Mundraum, wie z.B. Zahnfehlstellungen für Kiefergelenkserkrankungen ursächlich. Nur der Unterkiefer führt Bewegungen aus, die zum Beißen und Kauen notwendig sind. Für den normalen Kauprozess sind sehr schnelle Feinabstimmungen der Muskulatur notwendig. Zudem wirken zu Beginn jedes Kauvorganges große Kräfte, die im Moment des Zahnkontaktes abgefedert werden müssen. Diese Vorgänge werden durch das Kiefergelenk und die Zahnkontakte im Wechselspiel gelenkt. Hierzu sind feine Steuerungsorgane in dem Zahnhalteapparat von Bedeutung. Fehlen nun z.B. einige Zähne, fehlen alle Zähne, stehen einige Zähne nicht gerade, sondern gekippt zu einander, dann kann der Kauvorgang nicht richtig gesteuert werden. Als Folge hierdurch kann das Kiefergelenk überbeansprucht werden.

Fazit:

Mundschleimhaut, Darmstoffwechsel, Wirbelsäule, Kiefer und Kiefergelenk sind eng miteinander verbunden. Mineralmangel und Körperübersäuerung können die Ursache sein.
Allein hieraus wird deutlich, dass nur die Kooperation von vier Säulen eine Erkrankung der Kiefergelenke sinnvoll behandeln können:
  1. Säule: Zahnarzt
    erkennen von Zahnfehlstellungen, Muskelverspannungen, Kiefergelenksbeschwerden,
    Stressfaktoren, Knirscherschienenbehandlung, evtl. Hypnosebehandlung
  2. Säule: Hausarzt
    erkennen und behandeln von organischen Problemen
  3. Säule: Physiotherapeut, Osteopath
    behandeln von Wirbelsäulenproblemen, Nackenverspannungen, etc.
  4. Säule: der betroffene Mensch selber
    durchführen einer vernünftigen Lebensweise, d.h.: vollwertige Ernährung,
    Entspannungsübungen, ausreichende Bewegung
Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten sie im "Zahnlexikon" unter dem Buchstaben "J":
"Jig-Schiene"

Kinderbehandlung

Warum Kinderpropyhlaxe (Vorsorgemaßnahmen)?

Es ist wissenschaftlich bewiesen, das die kariesverursachenden Infektionserreger (Streptokokkus mutans) mit dem Speichel von Mensch zu Mensch übertragen werden können. Bei einem mikrobiologischen Speicheltest können wir in unserer Praxis feststellen, wie hoch die Infektion und somit auch das Übertragungsrisiko ist. Deshalb sehen wir es auch als notwendig an, während der Schwangerschaft die werdende Mutter möglichst zweimal und direkt nach der Geburt zu sehen, um den Mundgesundheitszustand zu untersuchen und gegebenenfalls zu verbessern.
Gemeinsam mit Ihrem Kinderarzt gilt es dann, nach der Geburt Ihres Kindes die Anwendung von Fluoriden zu verordnen, denn es ist wissenschaftlich belegt, dass Fluoride den Zahnschmelz der noch nicht sichtbaren Zähne Ihrer Kinder stärken und späteren Säureangriffen widerstehen können.
Da die kariesfördernden Bakterien nur mit dem Speichel auf Ihr Kind übertragen werden können (z.B. Löffel oder Schnuller), sind gerade die ersten Lebensjahre so entscheidend für die spätere Mundgesundheit Ihres Kindes. Deshalb ist uns Ihre Mitarbeit wichtig.

Karies und Zahnfleischerkrankungen sind weder Schicksal noch angeboren. Sie entstehen, wenn im Mund die Abwehrfunktionen aus ihrem natürlichen Gleichgewicht gebracht werden, d.h.:
  • Unzureichende Zahnpflege
  • Überangebot von Zucker
  • Zu geringe oder gar keine Inanspruchnahme von zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchungen
Wenn man weiß, wie Krankheiten entstehen, dann kann man sie auch durch geeignete Maßnahmen verhindern oder Ihr Ausmaß wenigstens eindämmen. Da Vorbeugen in jedem Fall besser ist als Heilen, sorgen wir uns als zahnärztliches Propyhlaxeteam darum.

Ziel ist (Krankenkassenleistungen - bis zu Vollendung des 18. Lebensjahres):
  • Aufklärung und Vorsorge
  • Früherkennungsmaßnahmen
  • Beratung und Motivation in der Zahnpflege
  • Überprüfung des Zahnpflegeerfolges
  • Versiegelung der gesunden Zahnflächen
  • Zahnfluoridierung
  • Ernährungsberatung
  • Einschätzung des individuellen Kariesrisikos
Moderne private Leistungen:
  • Speicheldiagnostik
  • DIAGNdent (Laserdurchleuchtung der Zähne, zur Kariesfrüherkennung)
In diesem Rahmen haben wir die Patenschaft eines städtischen Kindergartens in Braunfels übernommen. Dort führen wir in regelmäßig Abständen spielerische Aufklärungen über Zahngesundheit und Zahnputzübungen mit den Kindern durch und bringen den Kindern das Thema kindgerecht über Marionettenspiele, Fragespiele oder Puppentheateraufführungen näher.

Wie bereiten Sie Ihr Kind auf eine bevorstehende Untersuchung vor?

  • Gehen Sie mit gutem Beispiel voran!
  • Reden Sie nur positiv über den anstehenden Zahnarzttermin!
  • Sollten Sie keine positiven Erfahrungen haben, sagen Sie lieber überhaupt nichts.
  • Drohen Sie nie mit dem Zahnarzt!
  • Kommen Sie zu Routineuntersuchungen und nicht erst, wenn Ihr Kind Schmerzen hat, so wird es auch den Zahnarztbesuch mit Schmerz in Verbindung bringen.
  • Der erste Termin sollte nur ein "Sich Beschnuppern" sein.
  • Der zweite Termin sollte ein reiner Prophylaxetermin sein.
  • Vermeiden Sie Verneinungen. Beispiel: Das tut nicht weh! Ihr Kind hört nur „weh“ hinterfragt also, dass es auch weh tun könnte.
    Was tun wir, damit sich Ihr Kind wohl fühlt?
  • In unserer Praxis sind die Instrumente mit kindgerechten Begriffen belegt, z.B. haben wir keine Bohrer, sondern nur Zahnwaschbürsten.
  • Wir verenden auf Wunsch Laser, anstelle von Bohren (Wahlleistung)
  • Wir sind in den kindgerechten, hypnotischen zahnärztlichen Behandlungsformen geschult.
  • Wir lassen uns Zeit.
  • Wir nehmen Ihr Kind als gleichberechtigten Partner wahr.
  • Zaubertricks, lenken jeden kleinen Patienten ab.
  • Und: Bei uns wird viel miteinander gelacht!

Kindergartenbetreuung

Projekte und Zielsetzung:

Die Kinder sollen spielerisch und altersgerecht den Sinn und Zweck von Mundhygiene, Ernährung und Vorsorge kennenlernen. Hierzu besuchen entweder die Kinder des Kindergartens die Zahnarztpraxis, oder Mitarbeiterinnen der Zahnarztpraxis immer in Begleitung mit Dr. Pfütz sind zu Besuch im Kindergarten. Alle Projekte sind vor dem Besuch mit der Kindergartenleitung besprochen worden, sodass eine zielgerechte Vor- und Nachbereitung im Kindergarten stattfinden kann.

  • Kasperle-Theater: "Räuber Hotzenplotz und die gestohlene Zahnbürste"
  • Besuch des Kindergartens in der Zahnarztpraxis
    Thema: „ Das was ich kenne, davor muss ich mich nicht fürchten“
  • Besuch im Kindergarten: „ Wie putze ich meine Zähne richtig“ Gemeinsames Zahnputztraining
  • Marionetten Theater: „ Zahn, Zahnbüste und Zahnpasta - 3 Freunde gehen durch Dick und Dünn“
  • Besuch des Kindergartens in der Zahnarztpraxis. Thema: „ Wie sieht es in einer Zahnarztpraxis und einem Zahnlabor aus?“
  • Besuch im Kindergarten: „ Das gesunde Frühstück“.Gemeinsames Frühstücken mit Rätzelspiel
  • Besuch im Kindergarten: „ Wir kneten uns einen Zahn“. Aufbau des Zahnes, Nerven und Karies
  • Besuch im Kindergarten: Kasperle Theater
    "Räuber Hotzenplotz ärgert Kasperle mit der Zahnbürste"
  • Der Kindergarten lernt die Zahnarztpraxis kennen.
  • Besuch der Zahnarztpraxis im Kindergarten.
    Unter der Anleitung von fortgebildeten Prophylaxemitarbeiterinnen und Dr. Pfütz lernen die Kinder die Zahnputztechnik
  • Besuch im Kindergarten: Hexe Irma und Fritz
    (zwei verkleidete fortgebildete Prophylaxemitarbeiterinnen) führen ein kleines Rollenstück zur "gesunden Ernährung" auf .

Versorgungs-Alternativen
Kunststoff-Keramik: Füllungen-Inlays-Kronen

Der Wunsch nach einem strahlenden Lächeln kann auch bei einer Behandlung eines kariösen Defektes berücksichtigt werden. Möchte man auf die funktionellen, aber nicht ästhetischen Amalgamfüllungen verzichten können zahnfarbene Materialien verwendet werden.
A.) Plastische direkte Füllungsmaterialien = kleine bis mittelgroße Zahndefekte
B.) Indirekte Restaurationen, Inlays und Kronen = größere Zahndefekte

Zu A.) Plastische, direkte Füllungsmaterialien
Hierbei handelt es sich um Füllungsmaterialien, welche in einem nahezu knetbaren Zustand in die ehemalige kariöse Läsion (Loch) eingebracht werden und entweder von alleine oder über Licht als Katalysator aushärten. Generell kann vorweggenommen werden, dass die selbsthärtenden Materialien nicht die Stabilität aufweisen, wie die Materialien, welche über UV-Licht ausgehärtet/polymerisiert werden. Zu den selbsthärtenden Materialien zählt man u.a. die Zemente, die eher einen provisorischen Charakter haben und entweder bei Milchzahnfüllungen oder als Vorbereitung für einen Zahnersatz ihre Anwendung finden. Zu den lichthärtenden Materialien zählen die Kunststofffüllungen, die sogenannten Composite- oder Compomer-Füllungen.
1.) Kunststoff-Füllungen mit oder ohne Keramikanteile:
Bei den Kunststofffüllungen unterscheidet man zwischen solchen, welche Keramikanteile besitzen und somit die Kaustabilität gewährleisten und denjenigen, die keine Keramikanteile besitzen. Je mehr Keramikanteile in einem Kunststoffmaterial Verwendung finden und je mehr diese Keramikanteile definierte Formen zu einander haben, desto mehr „verzahnen“ sich diese Keramikmassen und desto härter und kaustabiler ist die Füllung.
2.) Kunststoff-Füllungen mit und ohne Pigmnente
Ebenso unterscheidet man hierbei wieder in Kunststoffmaterialien, welche mittels Pigmentzusätzen/Farbkörpern eine Füllung mit einer individuellen Zahnfarbe ermöglichen und solchen, die keine Pigmente haben und somit nahezu rein „weiß“ sind. Je mehr Pigmente umso unsichtbarer kann man die verlorengegangenen Zahnsubstanz durch einen restaurativen Ersatz wieder ersetzen.
3.) Kunststoff-Füllungen und ihre Kosten
Eine Kunststoff-Füllung würde ohne Vorbehandlung an dem Substanzdefekt des Zahnes nie halten. Genauso wie man vor der Lackierung eines Metallgegenstandes diesen erst grundieren muss, damit die Farbe nicht abblättert, gilt es den Zahn mit geeigneten Materialien vorzubereiten. Diese Materialien sind kostenintensiv und zeitaufwendig. Je mehr Keramikanteile in einem Kunststoffmaterial vorhanden sind, desto komplizierter ist die Verarbeitung dieser Materialien, da diese u.a. sehr feuchtigkeitsemepfindlich sind und nur in kleinen Schichten aufgetragen werden können, damit die UV-Lichtlampe das Material aushärtet/polymerisiert. Somit ist das Material kostenintensiv und die Verarbeitung zeitaufwendig. Leider sind über die Krankenkasse nur solche Materialien versichert, die „ausreichend, notwendig und wirtschaftlich“ zu verarbeiten sind und diese Materialien sind Amalgam- oder Zementfüllungen im Seitenzahngebiet und rein „weiße“ Kunststoff-Füllungen ohne Keramikanteile und Pigmente im Frontzahngebiet. Individuelle Farbstrukturierungen und Keramikzusätze für die Stabilität sind nicht über die Krankenkasse mitversichert und müssen leider von jedem Patienten dazu bezahlt werden.

C.) Indirekte Restauration
Bei größeren Substanzdefekten ist häufig die Stabilität von direkten Füllungsmaterialien überfordert. Hier müssen verlorengegangene Zahnanteile durch laborgefertigte Einlage-Füllungen/ Inlays, oder Hülsen/ Kronen ersetzt werden. Je nach ästhetischem Anspruch kann es sich um reine Metallversorgungen handeln, oder um kosmetisch brillante Vollkeramikversorgungen.
Lesen sie bitte hierzu auch in unserem „Zahnlexikon“ unter „E= Das Eigen-Labor „und unter „C= Cerec-Vollkeramikversorgung“.

Laser

Ziel einer Laserbehandlung

Die Laseranwendung ist eine moderne und sanfte Therapiealternative, die Standardverfahren ergänzen oder verbessern, teilweise auch ersetzen kann. Sie werden feststellen, dass dieses Verfahren wesentlich schmerzärmer als andere Behandlungsarten ist und schneller bessere Heilungsergebnisse bringt. Die Erfolgswahrscheinlichkeit der Behandlung wird erhöht.

Was ist ein Laser?

Laser ist Licht. Und noch viel mehr: Energie in konzentrierter Form. Ein stark gebündelter Lichtstrahl, der eine bestimmte Wellenlänge hat. Der Strahl des KaVo Key Lasers (http://www.kavo.de) ist unsichtbar. Ohne schädigende Nebenwirkungen werden die Zähne behandelt.

Welche Vorteile bringt der Laser?
  • Reduzierung von Schmerzen und Schwellungen
  • Weniger oder keine Anästhesie (Spritze)
  • Kein Bohrgeräusch
  • Berührungslose, zahnfreie Kariesentfernung
  • Kein Druck
  • Keine Vibration
  • Schnellere Wundheilung
  • Entzündungshemmend
  • Keimreduzierende Wirkung
Wirkungsspektrum des Key-Lasers 3
  • Bestrahlung von Geweben zur schnelleren Wundheilung
  • Zahnärztliche Chirurgie
  • Zahnärztliche Implantologie
  • Herpesbehandlung
  • Aphtenbehandlung
  • Parodontalbehandlung
  • Wurzelkanalbehandlung
  • Darstellung des Präparationsrandes vor der
Anfertigung von Zahnersatz
  • Behandlung überempfindlicher Zahnhälse
  • Kariesentfernung
  • Kariesdiagnostik
  • Prophylaxemaßnahmen, z.B. Fissurenversiegelung
  • Analgiesie (Schmerzfreiheit) eines Zahnes
Wie kann der Laser im Zahnfleisch eingesetzt werden?

In der Zahnfleischbehandlung (Parodontitisbehandlung) werden die schädlichen Beläge auf der Wurzel von dem Key-Laser 3 erkannt. Wie groß die Partikel sind, werden dem behandelnden Zahnarzt optisch und akustisch angezeigt. Der Laser trägt nur solange ab, bis die schädlichen Beläge entfernt worden sind. Denn dieser Laser denkt mit. Die vielen kleinen Poren auf der Wurzeloberfläche werden zielgenau von den Bakterien gereinigt, sodass eine wesentlich schnellere Heilung eintritt und eine Herdinfektion der Zahnfleischtasche ausbleibt.
Der sehr feine Laserstrahl ist nicht nur in der Lage diese Bakterien abzutöten (Desinfektion), sondern auch das Wiederanwachsen des Zahnfleisches (Gingiva) an die Zahnwurzel zu begünstigen und die Zahnfleischränder zu glätten.
Lesen Sie bitte hierzu auch im Zahnpflegelexikon die Informationen über die Parodontologische Behandlung.

In der Implantologie ...

... können die Freilegung oder Entzündungsbehandlung an Zahnimplantaten einfach und, wenn überhaupt, nur mit geringer Blutung erfolgen, ohne dass das Implantat beschädigt wird.

Herpesbläschen und Aphten der Mundschleimhaut ...

... können ohne lokale Betäubung mit dem Laser bei niedriger Energie nahezu schmerzfrei bestrahlt werden. Die Viren werden abgetötet, das Juckgefühl und die Schmerzen verschwinden und es kommt zu einer wesentlich schnelleren Abheilung.

Vor der Anfertigung von Zahnersatz ...

... können durch den Einsatz des Lasers bessere Voraussetzungen für den Sitz und die Passgenauigkeit der festsitzenden prothetischen Versorgung geschaffen werden. Nach dem Beschleifen der zu überkronenden Zähne wird ein Präzisionsabdruck genommen. Störendes Zahnfleisch, welches die Genauigkeit des Abdruckes beeinträchtigen würde, kann blutungsfrei entfernt werden.

Wurzelkanaldesinfektion

Nach einer maschinellen Wurzelkanalaufbereitung muß vor dem abschließenden Abfüllen der Wurzelkanal mit seinen Seitenverästelungen gereinigt und desinfiziert werden. Hierzu wird ein dünner Glasfaserstift bis kurz vor die Wurzelspitze in den Kanal eingeführt und Laserimpulse abgegeben. Das hierbei entstehende Laserlicht dringt bis in die Seitenkanäle ein, gleichzusetzen einer Taschenlampe, mit welcher man durch eine kleines Fenster einen dunklen Raum ausleuchten kann, ohne diesen selber zu betreten. Die hierbei entstehende Wärme zerstört die eventuell noch vorhandenen Bakterien.

Allgemein ist eine Laserbehandlung wesentlich entspannender. Der unangenehme Bohrschmerz muss heutzutage nicht mehr sein. Die Kariesbehandlung mit dem Laser verringert die Schmerzen deutlich, sodass teilweise auf die lokale Betäubung verzichtet werden kann. Und zu hören bekommen Sie lediglich einzelne Energieimpulse, kein unangenehmes Bohrgeräusch. Außerdem bemerken Sie weder Druck noch Vibration, denn der Key-Laser 3 arbeitet völlig berührungslos. Die Behandlung ist einfach laserleicht: weniger Schmerz, mehr Komfort. Effizient, schonend und sicher.
Über 130 wissenschaftliche Studien bestätigen die effizienten und zugleich sanften Behandlungsmethoden mit dem Key-Laser 3. Das sichert Ihnen einen Behandlungskomfort, den Sie nicht mehr missen wollen.

Was kann der Laser nicht?

Aber alles kann der Laser leider doch nicht, so kann er keine bestehenden nicht mehr intakten Amalgamfüllungen entfernen. Er kann nicht für die prothetische Bearbeitung eines Zahnes zur Herstellung einer Krone oder Brücke z.B. herangezogen werden.

Kostenübernahme

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Laserbehandlung beim Zahnarzt leider nicht, die privaten Versicherer entscheiden im Einzelfall über die Kostenübernahme.
In der Regel liegt die einzelne Laserbehandlung pro Zahn zwischen 10,- bis 30,- Euro.

Mundkamera und visuell computergestützte Patientenberatung

Für den Patienten sind Abbildungen und Informationen über Karies, Zahnfleischerkrankungen und prothetische Versorgungen in Fachbüchern, Prospekten oder Zeitschriften, oft nur technisch beschrieben, nur schwer nachvollziehbar.

Mithilfe einer Mundkamera (intraorale Kamera) wird ein individuelles Bild von Ihren Zähnen und der Mundschleimhaut erstellt, sodass Sie selbst an der Diagnose teilhaben können. Über den beistehenden Computer wird nun dieser Befund simuliert und eine prothetische Versorgung dargestellt. Der Aufbau am Computer kann jederzeit unterbrochen und neu umgestellt werden, um Ihnen den Behandlungsablauf zu erklären oder Alternativen in der prothetischen Versorgung darzustellen.

Über die intraorale Kamera können wir Ihnen zudem die Notwendigkeit einer Füllung, Überkronung, einer Zahnreinigung oder einer Zahnfleischbehandlung erläutern.

Nachbehandlung - Schnelltest zur Diagnose einer Parodontalerkrankung

Ob sie an einer Erkrankung des Zahnhalteapparates erkrankt sind kann man in minutenschnelle mittels eines Teststreifens erkennen. Hierzu wird ein Teststreifen mit etwas Speichel benetzt und innerhalb von 10 Minuten ist ein sicheres Ergebnis gestellt, ob sie an der Parodontitis erkrankt sind oder nicht. Oft verläuft eine Parodontitiserkrankung schleichend und unbemerkt.
Dieser Test kann auch zu einer Nachkontrolle nach einer erfolgten Parodontitisbehandlung hinzugezogen werden, um schnell einer eventuellen Wiedererkrankung entgegenzuwirken.
Ohne Grenzen
Humanitäre Auslandseinsätze u.a. mit "Zahnärzte ohne Grenzen (DWLF)"

Mongoleieinsatz September 2012

Warum gerade die Mongolei und warum verbringe ich meinen Urlaub mit “Zahnärzte ohne Grenzen”, habe ich nichts Besseres zu tun? Fragen, die zu beantworten mir selber schwer fallen und die ich auch nur bruchstückhaft emotionslos beantworten kann. Aber manchmal muss man eben etwas nicht beantworten können, sondern muss einfach nur handeln. Und so handelte ich mit vielen anderen zahnärztlich tätigen Kolleginnen und Kollegen, um mich in einem Flugzeug der mongolischen Fluggesellschaft “Miat” wiederzufinden mit dem Ziel Ulaan Baatar, der Hauptstadt der Mongolei. Im Gepäck viele Materialien, die wir von mehreren Firmen und auch über Spenden von Patienten erhalten hatten . Mehrfach hatte ich die Koffer ein- und wieder ausgepackt, denn trotz der erlaubten zusätzlichen
10 kg Übergepäck hatte ich grenzenlos zu viel Übergewicht.
Nach rund 8000 km und 8 Stunden Flug angekommen wurde unsere Gruppe mit den anderen Teilnehmern in einem Hotel gesammelt. Der Jetlag machte sich bemerkbar und das Hotelbett lud zum Schlafen ein, doch nach 30 min Schlaf wurde unser Gruppe jäh geweckt, in ein Auto gepackt und wieder zum Flugplatz gefahren, denn in einem Flugzeug der Mongolian-Airline war überraschend für unsere Vierergruppe ein Platz frei und so ging es noch einmal ca. 700 km und 2,5 Stunden weiter nach Bayankhongor. Hier warteten schon
zwei Geländewagen auf uns, die uns ca. 80 km weiter mit unserem Gepäck nach Galuut, unserer ersten mobilen Station brachten. Durch die vielen Regenfälle waren die Flüsse angestiegen, doch allen Widrigkeiten zum Trotz brachten uns die mongolischen Fahrer über Stock und Stein sowie durch tiefe Flüsse sicher an unser Ziel.

In Galuut angekommen luden wir die Autos aus und bauten bis in die frühen Morgenstunden unser Behandlungszimmer auf, d.h. die drei Behandlungsstühle, mussten zusammengeschraubt , die zwei transportablen Behandlungseinheiten aufgebaut, die mitgebrachten Materialien von uns allen sortiert und zurechtgelegt werden. Doch trotz intensiven Suchens fehlten die Extraktionszangen. Durch den überraschenden Aufbruch in Ulaan Baatar wurde leider vergessen uns diese mitzugeben und wegen des Übergewichts im Gepäck hatten wir alle die Zangen zu Hause gelassen. Somit hatten wir nur Hebel, und dies für die weiteren fast vier Tage. Schon am ersten Morgen stand eine große Zahl von Patienten vor der Behandlungstür. Sie hatten teilweise einen weiten Weg von bis zu drei Stunden auf sich genommen und wollten daher natürlich so viel wie möglich behandeln lassen. Nicht selten wurden bei einem Patienten bis zu 6 Zähne extrahiert und gleichzeitig mehrere Zähne konservierend versorgt.

Unser Arbeitstag in Galuut und in Erdenetsogt ging von 9:00 bis 13.00 und 14:00 bis 18:00 Uhr. Doch nicht selten standen um 18:00 Uhr noch so viele Patienten vor der Tür, dass wir bis 20:00 Uhr weiterbehandelten. Die Mittagspause verbrachten wir mit der Sterilisation der Instrumente und sehr, sehr häufig mit der Reparatur der chinesischen portablen Behandlungseinheiten, die dem Arbeitsansturm nicht gewachsen waren. In der zweiten Woche kam noch hinzu, dass durch die starken Regenfälle mit einhergehenden übertretenden Flüssen, mehrere Strommasten umgefallen waren und dadurch das Stromnetz nicht funktionierte. Somit bekamen wir unseren Strom von einem Kompressor, den wir zu unserem Gepäck zählten. Da aber auch die Tankstelle zum Pumpen von Benzin Strom benötigte, gab es keinen Treibstoff. Benzin wurde daher den Autotanks abgezapft. Leider hatte der Kompressor aber entweder nur genügend Leistung für die Behandlungseinheiten oder für den Sterilisator. Somit konnten wir hier ausschließlich nur in der Mittagspause sterilisieren. Auch musste der europäische Stecker des Verlängerungskabels der Steckdose des chinesischen Kompressors durch tatkräftigen Umbau kompatibel gemacht werden. So manches “Geräte-Problem” musste im Team, aber auch unter der Mithilfe der Mongolen gemeinsam gelöst werden. Somit war das Miteinander im Team und mit den Mongolen als Patienten und als Dorfbewohner freundschaftlich, ja sogar fast kameradschaftlich.

So wurden wir in Galuut wie auch in Erdenetsogt von einer mongolischen Köchin herzlich versorgt, von dem Krankenhauspersonal wurde uns des Öfteren unsere Behandlungskleidung gewaschen und in Galuut wurden wir auch zweimal zu einem nahegelegenem Fluss zum „Baden“ gefahren und dies in den Bergen in einer Höhe von ca. 2000m. Den Kopf hier unter Wasser zu halten bedeutete zunächst Überwindung und dann das Gefühl, dass einem das Gehirn auf Erbsengröße schrumpfen würde. Aber danach fühlte man sich frisch und erholt. Nach der ersten Woche ging es ca. 100 km weiter über Feldwege nach Erdenetsogt. Alle Materialien wurden wieder eingepackt, alle mobilen Behandlungsstühle und Einheiten wieder ordentlich in Kisten untergebracht und alles in einem Geländewagen verstaut
So behandelten wir in 2 Wochen trotz Stromausfall, zahlreichen Gerätereparaturen und anfangs fehlenden Zangen 489 Patienten mit 374 Füllungen und 572 extrahierten Zähnen.
Zuhause angekommen wurde und werde ich oft gefragt, ob ich einen solchen Einsatz wiederholen würde. Dies kann ich eindeutig bejahen. Ich selber würde diese drei Wochen als ein “win-win-Erlebnis” ansehen, denn obwohl es sicherlich nur einen Tropfen auf den heißen Stein war, so hatten sicherlich die mongolischen Patienten etwas davon, aber auch ich hatte sehr viel von dieser Zeit. So waren die Erlebnisse so beeindruckend und die Einblicke in das Leben eines anderen Landes so mannigfaltig, wie ich es vorher nie erlebt hatte. Dieser Einsatz in der Mongolei hatte bei mir so viel positive Erfahrungen und Eindrücke hinterlassen, dass die nächste zahnärztliche Mitarbeit mit “Zahnärzte ohne Grenzen” für 2013 schon in direkter Vorbereitung ist. Ich werde voraussichtlich mit meinem Sohn an einer Trekking-Out camp-Tour im Nepal teilnehmen.

Mein besonderer Dank gilt unserem mongolischen Übersetzer „Tugs“
sowie den Firmen
- Dension
- VOCO
- Medi-Service
- Sepotodent
- Sanofi-Aventis
- Pluradent
- Henry Schein
- Und meiner Familien, die auf ihren
Urlaub mit mir verzichtet hat


Nepal-Free-Dental-Camp in den Bergen von Dhading im Oktober 2013

Oft wird mir von meinen Patienten zuhause in meiner Praxis in Braunfels die Frage gestellt, ob ich den Bewohnern in den Steppen der Mongolei oder in den Bergen von Nepal helfen konnte. Und eigentlich jedes Mal gebe ich zur Antwort, dass ein solcher Einsatz mit DWLF alleine oder im Team mit Kollegen eine „Win-Win-Angelegenheit“ ist, denn mindestens so viel wie man versucht zu helfen, bekommt man von den Menschen in diesen Ländern zurück. Man bekommt den Einblick in andere Kulturen, Religionen und Lebensweisen. Nie ist mir in meinen sonstigen Urlauben eine solche Herzlichkeit, Freundlichkeit und Neugierde an uns und unserem Leben in Deutschland begegnet.
Dieses Jahr war ich mit meinem 16 jährigen Sohn unterwegs in den Bergen von Dhading in einem Free-Dental-Camp, d.h. in einer provisorisch eingerichteten Außenstation. Leider kam das geplante zahnärztliche Team nicht zustande, sodass ich zahnärztlich gesehen alleine unterwegs war, begleitet von meinem Sohn Michel, unserem nepalesischen Stuhlassistenten Herrn Hari Ram Shrestha ,vom SKM-Krankenhaus und dem nepalesischen Organisator vom Lions-Club in Trishuli Herrn Ramesh Shrestha. Für zwei Tage gesellten sich zu unserem zahnärztlichen Einsatz auch noch ein nepalesischer Gynäkologe und ein Allgemeinmediziner.
Der Einsatzort war Satyadevi, den wir über Stunden im Jeep und weiteren Stunden zu Fuß per Trekking mit der Unterstützung von Sherpas erreichten. Wir trekkten über eine reizvolle grüne Berglandschaft, über Hängebrücken, Flussläufe bergab und bergauf, bis wir in den Abendstunden unseren Einsatzort erreichten. Der Empfang und ebenso die Verabschiedung erfolgten äußerst herzlich mit dem Umhängen des obligatorischen Schals und selbst geflochtenen Blumenketten. Unser Aufenthalt war angefüllt mit enorm viel Patienten, teilweise über 100 Patienten und mehr als 60 Extraktionen, und vielen Füllungen am Tag. Wir wurden hervorragend verpflegt, mit der Nationalspeise Dhal Bhat, scharfen Gewürzen, Gemüsebeilagen und Eierspeisen. Auch durfte der Raksi, ein selbstgebrannter Schnaps an den langen Abenden mit ausgedehnten Gesprächen und Erfahrungsaustauschen von zuhause und Nepal nicht fehlen.

Auch merkt man an sich selber, dass in solchen Verhältnissen ein einfacher Holzstuhl zur Behandlung oft ausreicht, man muss nur wie eine Schlange gelenkig sich verrenken können. Die mobile Trans-Care-Einheit war, wenn Strom vorhanden, extrem gut, wenn kein Strom zur Verfügung stand, dann musste der von mir am Gürtel befestigte kleine Etelna II-Motor reichen.
Der Vorteil dieses handlichen Niedervolt-Motors ist, dass man dessen Batterie mit einer kleinen mitgeführten Solaranlage aufladen kann. Die Übersetzung und Stuhlassistenz von Hari Ram war äußert gut, er arbeitete sehr vorausschauend und weiß was er tut.
Unsere Materialien setzten sich zusammen aus Produkten, die von DWLF über Spenden organisiert worden waren und von den reichhaltigen mir von Firmen gespendeten Produkten wie Anästhetika, OP-Handschuhen, resorbierbaren Nähten, Tupfern etc. . Auch durch die Spenden zahlreicher Patienten in meiner Praxis zuhause konnte ich Antibiotika und der gleich besorgen und musste somit die fehlenden Produkte nicht alle aus eigener Tasche bezahlen. Highlight für unsere kleinen nepaleschen Patienten waren die von mir mitgebrachten Modellierluftballons, die ich zu Tieren formte.

Unser Einsatz war so beeindruckend, sodass ich nach einer Woche wieder zuhause in Deutschland sogleich ein neues Ziel in Nepal im Langtang-Valley mit DWLF plane. An dieser Stelle möchte ich mich auch besonders herzlich bei dem Organisator für die Free-Dental-Camps in Nepal, Herrn Zahnarzt Peter Reithmayer (Vorstandsmitglied Stiftung Zahnärzte ohne Grenzen) und bei Frau Dr. Sybille Keller (DWLF- Projectmanager and Dental Surgery Coordinator of Sushma Koirala and Amppipal Hospital / Nepal, Vorstand "Stiftung Zahnärzte ohne Grenzen")bedanken, ohne die mein diesjähriger Einsatz nicht stattgefunden hätte.
Mein besonderer Dank gilt:

1.) Meiner Familie, die wieder einmal einen Urlaub für meinen Einsatz geopfert hat
2.) Meinen Patienten in Braunfels, die mich mit viel Interesse und kleinen Spenden auf die Reise geschickt haben
3.) Und natürlich folgenden Firmen, ohne die ein solcher Einsatz gar nicht möglich ist ( in der Hoffnung, dass sie mich auch bei meinem nächsten Einsatz im September 2014 in Nepal unterstützen werden)
- Dension GmbH & Co. KG/ Herr Holger Anthes
- B. Braun Melsungen AG
- Müller-Omnicron GmbH & Co.KG/ Dental Medical Senger
- Coltene / Whaledent GmbH + Co. KG
- Medi-service Braunfels / Lohmann & Rauscher
- Hu-Friedy MFG.CO., LLC

Nepal im September /Oktober 2014
Langtang- Valley/Himalaya
Dental-outcamp-trekking

Nepal im September und Oktober 2014
Mein Bruder Dr. Emmerich Pfütz (Zahnarzt in Backnang/Stuttgart) und ich, Dr. Ivo Pfütz (Braunfels) sind aus dem Himalaya-Gebirge von Nepal glücklich zurückgekehrt. Unser dortiger Einsatz im Langtang-Valley war sehr erfolgreich.
Doch nun der Reihe nach: Am 19.September fliegen wir mit unserer gesamten Ausrüstung (incl. 30 kg Medikamente) nach Nepal/Kathmandu.
Nach 12 Stunden Flug treffen wir schließlich vor dem Flughafen in Kathmandu/Nepal unseren nepalesischen Kontaktmann und eine weitere, am Vorabend eingereiste Teilnehmerin, Frau Veronika Voit (zahnmedizinische Fachangestellte aus einer Zahnarztpraxis in München) und fahren mit einem geländegängigen Jeep ab in Richtung Syaprubesi. Den Ort erreichen wir am Abend des 20.09.14. Wegen der abenteuerlichen Straßenverhältnisse und der andauernden Kontrollen durch Polizei und Militär benötigen wir für die Strecke von ca.160 km eine Zeit von ca. 11 Stunden.
Die Straße endet in Syabrubesi. Ein Weiterkommen ist nur noch zu Fuß möglich. Am Morgen des 21.09.14 startet um 7:00 Uhr unser Trek, bestehend aus den Brüdern Pfütz, Frau Voit, unserem nepalischem Dolmetscher, einem nepalesischer praktischer Arzt und drei Sherpas (Träger der Ausrüstungsgegenstände). Am Abend des 21.09.14 und nach Überwindung vom ca. 1000 absoluten Höhenmeter erreicht unser Trek auf ca. 2470 m ü.NN den Ort Lamahotel. Wir alle sind ziemlich müde. Die Rucksäcke von meinem Bruder und mir sind jeweils ca.26 kg und der von Frau Voit 16 kg schwer. Unser nepalesischer Dolmetscher und der nepalesische praktische Arzt reisen mit leichtem Gepäck. Ihre persönliche Ausrüstung haben sie weitgehend auf die Sherpas verteilt, die jeder geschätzt ca. 35 kg tragen. Am Morgen des 22.09. um ca. 7:00Uhr geht es weiter. Der Weg verläuft durch ein tief eingeschnittenes Höhental, neben einem tosenden Fluss im Regenwald. Die Luftfeuchtigkeit ist extrem hoch bei ca. 30°C. Der Weg steigt ständig an und führt vorzugsweise über Geröll und Steine. Wir passieren mehrere Hängebrücken und überqueren tosende Wildbäche. Die Fortbewegung ist extrem anstrengend. Bei ca. 3100 m ü.NN öffnet sich das Tal schließlich und der Weg läuft entlang am Grund und am Hang von Almwiesen, die teilweise bewirtschaftet sind. Nach weiteren Hängebrücken, Passagen durch Gehöfte und weiteren extremen Ansteigungen erreicht unser Trek schließlich am Abend auf 3430 m ü NHN die kleine Ortschaft Langtang.
Hier hält sich unser Dental-Outcamp-Trek für die kommenden 2 Tage auf. Am 23. und 24. 09. wird behandelt. Im kleinen Hospital des Ortes, bestehend aus 2 Räumen, wird eine kleine zahnärztliche Praxis von uns aufgebaut, bestehend aus 2 Gartenstühlen und 2 Mülleimern, die als Spucknapf dienen, vielen Handinstrumenten und zahnärztlichen Materialien.

Es werden alte Leute, junge Leute und Kinder behandelt. Es gibt keinen Strom. Die Haupttherapie besteht aus der Extraktion von Zähnen. Aber auch Füllungen werden, wenn die Zähne nicht allzu kariös zerstört sind, gelegt. Es kann kein Blut oder Speichel abgesaugt werden. Frau Voit, als zahnmedizinische Assistenz, springt zwischen meinem Bruder und mir in der Behandlung hin und her und legt mit Tupfern so gut es geht das OP-Gebiet trocken. Es wird den ganzen Tag behandelt.
In einem angrenzenden Raum therapiert der nepalesische Arzt seine Patienten, die an allgemeinärztlichen Beschwerden leiden. Vorzugsweise Lungen- und Herzerkrankungen. Auch Gelenkleiden und Überbeanspruchungen des Bewegungsapparates sind an der Tagesordnung. Die dafür benötigten Medikamente sind in Nepal von den Spendengeldern unserer deutschen Patienten aus unseren beiden Zahnarztpraxen erworben worden. Schließlich lässt am 2.Tag gegen Nachmittag das Patientenaufkommen nach. Es wurden alle Nöte behandelt. Sogar die mitgebrachten alten Brillen (ca. 80 Stück, von Optikern und Patienten gespendet) fanden reißenden Absatz. Die Behandlungstage haben sich vollauf gelohnt. Am Morgen des 25.09. zieht unser Dental-Outcamp-Trek weiter. Zum Tragen der persönlichen Ausrüstung haben wir uns ein Pferd organisiert. Unser Dolmetscher ist fußkrank und reitet auf einem zusätzlich organisierten Pferd weiter. Der nepalesische praktische Arzt bleibt zurück. Wir selber tragen auf dieser Höhe, dank des geliehenen Pferdes nur jeweils ein Daypack. Die Höhe fordert ihren Tribut. Das Gehen wird immer anstrengender. Außerdem geht es immer weiter bergauf, aber meinem Bruder und mir geht es gut. Frau Voit bekommt zunehmende Kopfschmerzen. Am frühen Nachmittag erreicht unsere „Karawane“ den Endpunkt der Expedition, das Örtchen Gyanjing Gomba.
Ein auf einem kleinen Plateau eines Berghanges gelegenen Ort in einer Höhe von 3880 m ü NN, umgeben von mehreren 6000dern und 7000dern, in der Nähe eines Gletschers. Außentemperatur am Tag ca. 10°C, während der Nacht ca.0°C. Die Umgebung ist sehr karg und steinig. Auf den spärlichen Grünflächen grasen Yaks und kleine Pferde. Es gibt einen Bäcker, eine Käserei und einen kleinen Kaufladen. Die Menschen leben dort oben von ihren Yaks, ihren Ziegen und vom spärlichen Ackerbau. Während der Saison, die Mitte Oktober beginnt gibt es natürlich auch einigen Trekkingtourismus. Die Menschen sind vorzugsweise traditionell gekleidet und sehen teilweise tibetisch aus. Die tibetische Grenze ist nahe, keine 10 km entfernt. Das erklärt das auch in dieser Höhe hohe Aufkommen von Militär. Unsere Dental-Outcamp-Trek befindet sich sozusagen im Zonenrandbezirk. Das Wort ist eigentlich gar nicht so falsch, wird doch das Land von einer parlamentarischen, kommunistischen Regierung geführt.

Da erst am nächsten Tag behandelt werden soll, bleibt Freizeit. Die Kopfschmerzen von Fr. Voit sind mittlerweile so stark, dass sie sich ausruhen muss. Mein Bruder und ich sind allerdings noch voller Tatendrang und beschließen den Kyanjing Ri zu besteigen. Dieser Berg hat eine Höhe von 4773 mÜM. Nach ca. weiteren extrem anstrengenden 3 Stunden sind die 900 Höhenmeter geschafft. Wir stehen auf dem Gipfel und dürfen eine dramatische umgebende Landschaft genießen. Wir haben in den letzten Tagen eine absoluten Höhe von 3575 Metern absolviert. Die dünne Luft bewirkt, dass an ein durchgehendes Gehen nicht zu denken ist. Selbst beim Abstieg müssen wir nach ca. 20 Schritten (beim Aufstieg waren es ca. 8 Schritte) eine Pause einlegen um wieder zu Luft zu kommen.
Am 26.09. wird wieder behandelt. Auch hier gehen wir nach unserem gleichen Schema vor. Behandlungsstühle sind 2 Gartenstühle. Frau Voit, die wieder in Topform ist, assistiert. Es wird so lange behandelt, bis keine Patienten mehr da sind.

In der Frühe des 27.09. werden die Rucksäcke wieder gepackt. Zum Abschied bekommen wir alle von Dorfbewohnern die tradionellen weißen Schals mit guten Wünschen für die Zukunft um den Hals gelegt. Weitere Dorfbewohner rufen uns ihren Dank zu. Doch nun beginnt der Abstieg nach Lamahotel.
Wir alle haben uns an die Höhe gewöhnt und sind in fit. Den Rückweg kennen wir schon. Allerdings gestaltet sich auch der Weg bergab extrem anstrengend. Allen schmerzen die Knie. Der nepalesische Arzt, der in Langtang geblieben war, ist, nachdem er alle Medikamente verbraucht hatte, schon abgestiegen. Wir treffen ihn nicht mehr in Langtang. Auch auf dem Rückweg wird unser Dental-Outcamp-Trek immer wieder von Einheimischen angesprochen, die um medizinischen Rat fragen. Es hat sich weiter herumgesprochen, dass wir da sind. Die Leute unterscheiden nicht zwischen Ärzten und Zahnärzten. Oft können wir weiterhelfen.


Am 28.09.2014 kommen wir alle wieder total erschöpft aber gesund und glücklich in Shyabhrubesi an. Mission erfüllt. Das Unternehmen war ein voller Erfolg. Allen Menschen, die zahnärztliche Hilfe haben wollten, wurde geholfen. Nahezu alle Medikamente waren verbraucht. Was übrig ist, liefern wir bei einer öffentlichen Zahnstation in Trishuli ab und spenden diese. Alle Brillen fanden Abnehmer.
Frau Voit, mein Bruder und ich fahren anschließend nach Kathmandu zurück und erholen uns dort noch für weitere 4 Tage von den Strapazen, indem wir uns diese interessante Stadt mit ihren kulturellen Sehenswürdigkeiten anschauen, bevor wir am 02.10.14 nach Deutschland zurückfliegen.

Es wir sicherlich nicht mein letzter humanitärer, zahnärztlicher Einsatz gewesen sein. Mein Bruder und ich haben schon ein neues Ziel im Auge……….



Zu guter Letzt gilt mein besonderer Dank allen, die uns bei unserem Einsatz unterstützt haben:

1.) Meiner Familie, die wieder einmal einen Urlaub für meinen Einsatz geopfert hat
2.) Meinen Patienten in Braunfels, die mich mit viel Interesse und Spenden auf die Reise geschickt haben
3.) Und natürlich folgenden Firmen, ohne die ein solcher Einsatz gar nicht möglich ist ( in der Hoffnung, dass sie mich auch bei meinem nächsten Einsatz tatkräftig unterstützen werden)
- Coltene/Whaledent GmbH
- Ivoclar Vivadent AG
- Acurata rotating instruments
- Heraeus Kulzer GmbH
- Paul-Hartmann AG
- Septodont GmbH
- Dentsply DeTrey GmbH
- 3M Espe
- Dension/ Herr Anthes
- Optikerfachgeschäft Glaßner

Namibia-Einsatz November 2015

„Es ist wieder soweit“ so beginnt mein erster Tagebucheintrag von unserem Namibia-Einsatz 2015. Wir, dass sind das Ehepaar Dr. Barbara Spohn-Königer (Ärztin), ihr Ehemann
Dr. Heribert Königer (Zahnarzt und Arzt), Frau Zahnärztin Sarah Isabell Becker und ich, Dr. Ivo Pfütz (Zahnarzt). Das Ehepaar Königer war letztes Jahr im Mongoleieinsatz mit DWLF. Frau Zahnärztin Sarah Isabell Becker arbeitet als Assistentin in meiner Zahnarztpraxis in Braunfels und es war ihr erster Auslandseinsatz mit DWLF. Ich selbst war mit DWLF bereits in der Mongolei und in Nepal in Dental-Outcamps, also sehr rudimentär ausgerüsteten Hilfseinsätzen, im Einsatz gewesen. Jeder von uns ist als Individualist absolut teamfähig und brachte sein spezielles Können im Team ein, was somit den Einsatz zu einem vollen Erfolg verhalf. Dafür meinen Dank an alle Teammitglieder.
Jeder von uns hat wohl seine eigenen Beweggründe solche Einsätze durchzuführen, gemeinsam ist uns aber sicherlich der Wunsch etwas aktiv zu bewegen, den Menschen Vorort humanitär zu helfen und dabei hautnah andere Kulturen, Lebensweisen und Religionen kennen zulernen, eben nicht nur ein Tourist sein zu wollen .
Dieses Jahr war unser gemeinsames Ziel die Wüsten-Steppe im Karasgebiet, im südlichen Teil von Namibia an der Grenze zu Südafrika. Und der Einsatz begann schon Monate vorher mit Spendenaufrufen zur der Beschaffung von Materialien, die Praxis zu Organisieren und unsere Patienten zuhause über unseren Einsatz zu informieren. Das Interesse der Patienten war sehr groß und war auch immer wieder von Spenden begleitet. Auch die Dental-Firmen waren teilweise sehr spendabel. Zusätzlich organisierte ich, wie bei jeden meiner Einsätze Brillen beim hiesigen Optiker in Braunfels und durch Brillen-Spenden von meinen Patienten.
Leider kam es dieses Mal zu Unstimmigkeiten mit der namibischen Regierung bezüglich der Arbeitsgenehmigung von Frau Dr. Spohn-Königer (Ärztin). Angedacht war, dass sie ihrem Ehemann bei der Behandlung assistiert. Da sie als Ärztin aber über keinen Abschluss als zahnmedizinische Fachangestellte verfügt, erhielt sie keine Arbeitsgenehmigung in Namibia zur Assistenz???? Mehrfache Rücksprachen bei der namibischen Regierung, dass sie als Ärztin wohl über die Fähigkeit zur zahnärztlichen Assistenz verfügen würde, prallten beim namibischen Gesundheitsamt ab. Trotzdem kam Frau Dr. Spohn-Königer mit nach Namibia und half uns im Rahmen des Erlaubten.
Als Gruppenleiter (GL) führte ich mehrere Emails und Telefongespräche mit Dr. Rohr als Project Manager Europe (PME) bei DWLF. Bewundernswert wie er neben seiner zahnärztlichen Arbeit in seiner eigenen Praxis immer ein offenes Ohr für Fragen hatte.
Auch ihm hierfür ein herzliches Dankeschön.


Als Kontaktperson und Ansprechpartner in Namibia stand uns Zahnarzt Dr. Chigova mit Rat und Tat allzeit zur Seite. Er ist federführend in diesem zahnärztlichen Projekt von DWLF in der Region Südnamibia. Wir besuchten ihn auf unserer Hinfahrt von Windhoek in Karasburg und lernten ihn hierbei persönlichen als freundlichen und sehr engagierten Zahnarzt kennen.
Am 30. Oktober 2015 betraten wir nach einem fast 11 stündigen Flug Namibia den Hosea Kutako International Airport bei Windhoek. Von dort traten wir unser Dental-Outcamp mit einem gemieteten Toyota Hilux an. Bei den ersten 550 km in 6 Stunden Fahrtzeit von Windhoek nach Keetmanshop lernte sich unsere Gruppe im Auto kennen und schätzen. Wir waren sofort ein Team und interessiert an den bisherigen Erlebnissen eines Jeden von uns, sodass die Zeit im Fluge verging. Nach Übernachtung in einer Lodge in Keetmanshopp ging es am nächsten Tag weitere 250 km mit unserem Toyota Hilux zu unserem Einsatzort in Aussenkehr. Auf diesem Weg hatten wir unseren ersten „Patienten“ in Form einer Antilope, die sich in einer Straßenzaunabsperrung mit einem Huf verwickelt hatte. Meine Kollegin Frau Becker erspähte das Tier und zusammen mit anderen vorbeifahrenden Einheimischen befreite
Dr. Heribert Königer mit seinem Seitenschneider die Antilope aus dem Drahtgeflecht.
Am Einsatzort angekommen ging es am nächsten Morgen um 08:30Uhr los, um 13:00 Uhr machten wir Mittagspause bis 14:00 Uhr, um dann bis ca. 17:30 Uhr weiter zuarbeiten. So hielten wir es auch in den nächsten Einsatzorten im 50 km entfernten Noordoewer und dann noch mal im 200 km entfernten Karasburg. Wir behandelten 541 Patienten, legten 479 Füllungen und extrahierten 705 Zähne. Zudem verteilten wir ca.250 Zahnbürsten mit Zahnpasta und 300 Brillen. Außerdem gingen wir auch in den Ort und untersuchten die Leute am Straßenrand und kamen so auch mit der Bevölkerung in Kontakt.

Leider konnten wir aus Sicherheitsgründen nicht, wie ich es von meinen anderen Auslandeinsätzen gewohnt bin, bei der einheimischen Bevölkerung übernachten. Ich habe es bisher immer genossen abends beim gemeinsamen Essen mit der Bevölkerung des jeweiligen Landes in Kontakt zu kommen. Aber seitdem es vor zwei Jahren einmal zu einem Überfall auf ein DWLF-Team gekommen war, übernachtet die jeweilige Einsatzgruppe in bewachten Lodges.



In Aussenkehr behandelten wir in einem Klassenzimmer einer Schule, in Noordoewer in einem kleinen Krankenhaus und in Karasburg in einem größeren Krankenhaus. Aber jedes Mal war es mehr ein Dental-Outcamp, denn wir benutzen unsere mobile Behandlungseinheit bestehend aus einer chinesischen Dental-Unit mit Turbine, Winkelstück und Luftpüster, sowie einer externen Absauganlage. Dieses Equipment ist aber nur ansatzweise mit unseren gewohnten Geräten zuhause zu vergleichen. Alle Instrumente wurden uns gestellt, aber die meisten Materialien hatten wir mit einem Übergepäck von nahe zu 40kg von zuhause aus Deutschland mitgebracht. Wichtig wegen der erhöhten Infektionsgefahr bezüglich HIV, Hepatitis C und Tuberkulose waren OP-Handschuhe und TBC - Mundschütze. Unsere zwei bis zeitweise drei namibischen Zahnarzthelferinnen übernahmen die Instrumentenpflege und die Patientenorganisation, wir das Behandeln. Da, wie auf solchen Einsätzen wie immer, kein Röntgengerät zur Verfügung stand, musste man sich auf all seine Sinne konzentrieren und empirisch nach Gefühl arbeiten. Viele stark zerstörte Zähne ließen nur deren Extraktion zu. Sehr lange Wurzeln, vierwurzligen Molaren, kolbenförmige Wurzelapecis, stark gekrümmte Wurzeln und rudimentäre Zähne mussten extrahiert werden. Sehr tiefe Kavitäten wollten gefüllt werden und immer wieder musste über den Zahnerhalt nachgedacht werden. Es ist schon sehr problematisch um das Wissen, dass in diesen Ländern Zähne extrahiert werden müssen, die zuhause bei unseren heimischen Patienten endodontisch versorgt werden könnten. Aber ohne Röntgengerät und ohne nachhaltige konsequente zahnärztliche Behandlung ist dies in diesen Ländern leider nicht möglich.
So verging unser 17-tägiger Einsatz im Fluge mit viel Arbeit, schönen Abenden im Team, wunderschönen Sonnenuntergängen, herrlichen Sternenhimmeln und noch schöneren Sonnenaufgängen. Mit tollen Landschaften, herrlichen Tieren und Tiergeräuschen und sehr freundlichen namibischen Patienten. In dem Bewusstsein nur einen Tropfen auf den heißen Stein zu tätigen, aber in der Hoffnung allen Hilfesuchenden geholfen zu haben verließen wir Namibia wieder um viele Erkenntnisse reicher. Der nächste Einsatz, wo auch immer in der Welt, wird bestimmt folgen.



Wie immer möchte ich mich zunächst bei meiner Familie bedanken, die mich“ ohne wenn und aber“ bei meinen Einsätzen unterstützt und wieder einen Familienurlaub für diesen Einsatz geopfert hat. Gleichzeitig gilt aber auch mein Dank den vielen Patienten in meiner Praxis, die uns mit guten Wünschen auf unseren humanitären Einsatz verabschiedet hatten, Spenden für Materialien tätigten und sich immer interessiert nach den Dental-Outcamp-Einsätzen erkundigen.
Auch möchte ich die sensationelle Spendenbereitschaft nachstehender Firmen hervorheben:

- öko DENT Preußer OHG
- Septodont GmbH
- Müller-Omicron GmbH & Co.KG
- Dental Medical Senger
- Löwen-Apotheke in Braunfels , Herrn Dr. M. Meinhardt
- Dentsply Detrey GmbH
- Coltene/Whaledent GmbH +Co.KG
- Novaprax GmbH
- Karl Hammacher GmbH Instrumente
- Dension Dental GmbH & Co.KG
- Herrn Holger Anthes von Dension Dental GmbH & Co.KG
- Optik Glaßner in Braunfels, Herrn Gunter Glaßner
- Unzähligen spendenbereiten Patienten

Zu guter Letzt möchte ich mich aber auch bei meinem Dental-Out-Camp-Freunden Barbara, Heribert und Sarah für deren tolles Engagement, die hervorragende Teamarbeit und das kollegiale Miteinander bedanken.

Sambia-Outcamp-Einsatz August 2016

Ziel unseres diesjährigen humanitären Einsatzes unter der Flagge von „Zahnärzte ohne Grenzen (DWLF)“ war Sambia am Ufer des Sambesi-Flusses zur Grenze nach Simbabwe.

Direkt nach meinem Namibia-Einsatz letzten Jahres setzte ich mich mit meinen damaligen Teammitgliedern in Verbindung. Dr. Heribert Königer (Zahnarzt/Arzt) und seine Ehefrau, Dr. Barbara Spohn-Königer (Ärztin), sagten sofort zu, mich nach Sambia zu begleiten. Neu in unserem Team war meine 16 jährige Tochter Hannah. Nach einer zehnmonatigen Planung hatten wir
ca. 90 kg Materialien wie OP-Handschuhe, Anästhetika, Nahtmaterial, Antibiotika, Schmerzmittel und Füllungsmaterialien über Firmenspenden und Spenden unserer Patienten organisiert.
Am 01. August standen wir dann nach einem 16-stündigen Flug am „Kenneth Kaunda International Airport“ in Lusaka, der Hauptstadt von Sambia. Dort wartete schon Hermann Striedl, ein Ur-Bayer, der 1969 nach Sambia ausgewandert war. Er war unser Kontaktmann in Sambia und hatte uns schon zwischenzeitlich über mehrere Emails bezüglich Planung und Organisation viel geholfen. Eine Lebensaufgabe von ihm ist die Zukunft viele Sambianer bezüglich schulischer Ausbildung und zahnärztlicher Grundversorgung lebenswerter zu gestalten. Da unsere Behandlungsorte in der Nähe oder direkt am Sambesi-Fluss lagen und dies der Lebensraum u.a. von Krokodilen, Flusspferden und Löwen ist, war es uns leider nicht möglich, wie ich es von mehreren humanitären Missionen im asiatischen Raum gewohnt bin, direkt in den Lehmhütten-Dörfern der Patienten zu übernachten. Somit wohnten wir nach einer weiteren siebenstündigen Autofahrt bei Hermann Striedl. Dieser Ort diente uns zugleich als Basiscamp für unsere humanitäre Mission.
Wir behandelten an sechs verschiedenen Orten, die wir teilweise nach nahezu zweistündigen Fahrten über Sandpisten erreichten. Für zwei Tage arbeiteten und übernachteten wir auch in einem katholischen Missionskrankenhaus, dem ein Kinderheim angeschlossen ist. Durch Hepatitis C, Tuberkulose, Aids und Malaria lag in Sambia bis vor kurzem die durchschnittliche Lebenserwartung bei ca. 40 Jahren. Erst in den letzten Jahren ist die Lebenserwartung wieder auf 57 Jahre gestiegen. 20% aller Kinder sind Waisen und nur 1% dieser Kinder finden Aufnahme in einem Kinderheim.

Ein besonderes Erlebnis war für mich persönlich die Freude, die alle kleinen Patienten und vor allem die Kinder im Kinderheim an den Luftballons hatten, die meine Tochter und ich vor ihren großen Augen zu verschiedenen Tieren formten.

In diesem Krankenhaus arbeiten auch so genannte „Dental-Therapists“. Es handelt sich hier um angelernte Zahnarzthelfer, die kleine Extraktionen und Füllungen in eigener Regie durchführen können. Unsere Aufgabe war neben der Behandlung von schwierigeren Patientenfällen auch diese Kollegen ein bisschen fortzubilden und ihnen ein paar Kniffe und Tricks beizubringen. Gerne ließen wir uns daher bei unserer Arbeit über die Schulter schauen.

Viele zahnärztliche Geräte in Sambia waren defekt, sodass wir versuchten auch diese zu reparieren. Leider funktionierte es aber nicht immer. So war die transportable chinesische Behandlungseinheit in einem solchen schlechten Zustand, dass jeder Reparaturversuch scheiterte. Dies war aber für die zahnärztliche Arbeit unseres Teams nicht weiter schlimm, da wir unsere eigenen transportablen „Bohrmaschinen“ von Deutschland mitgebracht hatten. Zudem führten wir auch in unserem Gepäck eine eigene Polymerisationslampe zum Aushärten der Kunststofffüllungen und ein eigenes Amalgamanmischgerät, hergestellt aus einer elektrischen Zahnbürste Marke Eigenbau, mit uns. Dieses Anmischgerät hatte mir schon auf anderen Einsätzen treue Dienste geleistet.
Natürlich hatten wir auch viel Zahnbürsten und Zahnpasta dabei, die wir nach der Behandlung an die Patienten übergaben.

Neben unseren zahnärztlichen Materialien hatten wir aber noch viele Brillen mitgebracht. Die Patienten in meiner Praxis wissen, dass wir diese Brillen sammeln und so geschieht es nicht selten, dass unsere Patienten in Braunfels neben dem Versicherungskärtchen auch ihre alte Brille mitbringen. Ein Optiker sammelt auch immer fleißig bei seinen Kunden ausgediente Brillen und liefert diese bei mir für unsere Einsätze in der Zahnarztpraxis ab. Diese Brillen waren neben unserer zahnärztlichen Behandlung auch dieses Jahr ein besonderes Highlight. Durch Anprobieren der Brillen verließ uns so manch ein sambianischer Patient nicht nur ohne Zahnschmerzen, sondern wieder auch mit mehr Sehvermögen.

Die Behandlungsorte waren bis auf das Missionskrankenhaus eher sehr rudimentär. Auch wenn teilweise sogar Behandlungsstühle vorhanden waren, so fehlte der notwendige Stromanschluss. Daher behandelten wir meistens auch noch zusätzlich auf einfachen Holzstühlen. Die Behandlungstherapie war meist die Extraktion. Die Zähne waren teilweise so stark zerstört, dass diese leider gezogen werden mussten. Je weiter wir aber von der asphaltierten Strecke, die Sambia von Südafrika über Simbabwe bis in den Norden von Sambia in den „Kupfergürtel“ und den Kongo durchzieht, entfernt waren, um so gesünder waren auch die Zähne, sodass hier auch nicht selten überhaupt keine Therapie oder nur eine Füllungstherapie nötig war. Der Grund liegt sicherlich an dem Nichtzugang zu Zuckerbonbons durch Safarietouristen und LKW-Fahrern. China möchte seinen Einfluss in Sambia verstärken, um an die seltenen Bodenschätze zu gelangen und baut daher eine große geteerte Straße und den Fluglatz in Lusaka neu.

So erlebten wir eine arbeitsreiche, aber durch Natur, Landschaft und die samibianische Bevölkerung, auch gleichzeitige wunderschöne Zeit, die leider viel zu kurz und wieder nur einen Tropfen auf den heißen Stein war. Aber ich möchte diesen Bericht von unserer Mission mit den Worten eines ausgehängten Schildes beenden, das an einer Tür des Musoke Camps hing:

„ Nobody can do everything, but everyone can do something“.

Mein Dank gilt …
- den Teamkollegen Frau Dr. Babara Spohn-Königer und Dr. Heribert
Königer für deren tolles Engagement und die freundschaftliche
Zusammenarbeit.
- meiner Tochter, Hannah, die uns super auf diesem Dental-Outcamp
Tour unterstützte, sei es im Anreichen von Materialien, der
Dokumentation unseres Einsatzes, aber vor allem in dem
Brückenschlagen zur sambianischen Kindern und Jugendlichen, denn
Teenager auf aller Welt verstehen sich auch ohne Worte .
- Herrn Herman Striedl in Sambia, der uns auf allen Einsätzen begleitete
und uns viel Informationen über Sambia gab

Mein besonderer Dank, gilt meiner Familie, die mal wieder auf den gemeinsamen Jahresurlaub verzichtet hat und natürlich meinen Patienten, die mich mit vielen guten Wünschen, viel Interesse und Spenden auf unsere Dental-Outcamp-Tour begleitet haben.

Natürlich gilt auch mein entschiedener Dank:
- Hof- und Schloss-Apotheke in Braunfels
- Optik Glaßner in Braunfels
- Herrn Holger Anthes von Dension Dental GmbH Co.KG
- Dension Dental GmbH Co.KG
- Öko Dent Preußer OHG
- Septodent GmbH
- Dental Medical Senger
- Novaprax GmbH
- Dentsply DeTrey GmbH
- Uvex Arbeitsschutz GmbH
- Hager & Werken GmbH &CoKG
- Ivoclar-Vivadent GmbH

Ohne Ihre Hilfsbereitschaft wäre dieser humanitäre Einsatz in Sambia und alle meine bisherigen Einsätze…
- in der Steppe der Mongolei
- in Nepal im Zentral-Himalaya
- in Nepal im Himalaya-Grenzgebiet zu Tibet
- in Namibia in der Karaswüstensteppe
…nicht möglich gewesen.
Danke

Parodontologische Behandlung

Jeder Zahn ist über Bänder in seinem Knochenfach verankert und ist somit beweglich. Beißen sie auf einen Ihrer Zähne, so gibt der Zahn nach und bewegt sich in das Knochenfach hinein. Über dem Knochen angeheftet, dem Zahn anliegend, befindet sich das Zahnfleisch, die sogenannte Gingiva, mit einer Dicke von ca. 2-3mm.

Sollten sich nun Beläge an diesem Zahn befinden und beißen Sie zusammen, können diese Beläge ohne weiteres mit Ihrem Zahn unter das Zahnfleisch transportiert werden. Diese mechanische Beeinflussung gefällt dem Zahnfleisch überhaupt nicht und es löst sich leicht vom Zahn. Es entsteht somit eine Nische, die man als Zahnfleischtasche bezeichnet. Nun können Sie noch weniger diese Zahnfleischtasche säubern. Bakterien setzen sich hinein und entzünden diese Region. Auf diesen mechanischen und bakteriellen Angriff reagiert der Knochen mit Rückzug, d.h. der Knochen baut sich ab. Der Zahn, welcher wie eingangs erläutert wurde, an Bändern sich im Knochenfach festhält, verliert seine Stabilität im Knochen und fängt an, seitlich dem Druck auszuweichen. Dies ähnelt einem Stock, der im Boden steckt und durch seitliches Wackeln die Erde um sich herum trichterförmig erweitert und somit lockerer wird. Wenn der Zahn nun noch lockerer wird, können sich nun noch mehr Beläge und Zahnstein unter dem Zahnfleich der Wurzeloberfläche anlegen, was im schlimmsten Fall zum Zahnverlust führen kann. Diese Entzündung des Zahnfleisches nennt man Gingivitis, für Gingiva = Zahnfleisch und die Endung "itis" = Entzündung um den Zahn herum. Wenn nun der Knochen noch mit beeinträchtigt wird, nennt man diese Erkrankung Parodontitis, für Parodontium = Zahnhalteapparat (Bänder, Wurzelhaut, Knochen, etc.) und die Endung "itis" = Entzündung.

Im Volksmund wird noch gerne häufig die alte Bezeichnung Parodontose verwendet. Ziel deren Behandlung ist die Beseitigung der Beläge, des Zahnsteines und die Eleminierung der Bakterien.

Ob sie an einer Erkrankung des Zahnhalteapparates erkrankt sind kann man in minutenschnelle mittels eines Teststreifens erkennen. Hierzu wird ein Teststreifen mit etwas Speichel benetzt und innerhalb von 10 Minuten ist ein sicheres Ergebnis gestellt, ob sie an der Parodontitis erkrankt sind oder nicht. Oft verläuft eine Parodontitiserkrankung schleichend und unbemerkt.
Dieser Test kann auch zu einer Nachkontrolle nach einer erfolgten Parodontitisbehandlung hinzugezogen werden, um schnell einer eventuellen Wiedererkrankung entgegenzuwirken.


Rauchen - Alkohol - Parodontitis

Wer über einen längeren Zeitraum täglich bis zu 10 Zigaretten raucht, hat im Durchschnitt ein dreifach erhöhtes Risiko an Parodontitis zu erkranken. Das zerstörte Immunsystem der Mundhöhle bedingt tiefere Zahnfleischtaschen, einen stärkeren Knochenabbau und wesentlich schlechtere Heilungschancen. Anders wie bei Nichtrauchern bleiben bei Rauchern Frühwarnzeichen auf Parodontitis wie Blutungen des Zahnfleisches und Schmerzen aus. Darüber hinaus steigt die Gefahr an Mundhöhlenkrebs zu erkranken bei Rauchern auf bis das Vierfache im Vergleich zu Nichtrauchern. Bei gleichzeitigem Alkoholkonsum liegt diese Risiko sogar beim bis zu Fünfzehnfachen.

Es gibt nun mehrere Methoden den Zahnstein unter dem Zahnfleisch zu beseitigen:

  1. Methode ( wir bezeichnen diese Methode zu 98% als die mittelalterliche Methode, nur sehr selten muß diese Methode angewendet werden.)
    Das Zahnfleisch wird durch ein Skalpell vom Zahn und Knochen weggeklappt, der Zahn mit seinem Zahnstein deutlich dargestellt und mit Handinstrumenten sauber geschabt. Anschließend wird die Gingiva wieder an den Zahn angenäht.
    Nachteil dieser Methode ist, dass das Zahnfleisch nur sehr selten wieder bis oben an den Zahn anwächst und somit dieser sehr kältempfindlich bleibt. Zudem kann es u.a. zu Schmerzen, Wundheilungsstörungen kommen.
    Mit dieser Methode werden aber die Bakterien vernachlässigt. Oft muß vorher eine Bestimmung der Bakterienstämme über ein gentechnisches Labor erstellt werden und hierauf zusätzlich zur Behandlung eine Antibiotikumeinnahme vollzogen werden, mit allen möglichen Nachteilen, wie Magendrücken, Unverträglichkeiten, Schaffung von resistenten Keimen und dergleichen mehr.
  2. Methode ( moderne Air-Flow Master Piezon)
    Mittels eines speziellen Ultraschallgerätes, bei uns das Piezongerät, wird, ohne dass das Zahnfleisch chirurgisch weggeklappt wird, der Zahnstein mechanisch von der Wurzeloberfläche abgetragen. Mittels Spülflüssigkeiten, bei uns Chlorhexidin, wird der Zahnstein aus der zu säubernden Zahnfleischtasche hinausgeschwemmt. Chlorhexidin ist vielen Menschen als Gurgellösung bei Halsschmerzen bekannt. Chlorhexidin hat eine bakterienhemmende Wirkung. Somit wird für die Entfernung der Bakterien etwas getan, aber der Biofilm, d.h. die biologischen Abbauprodukte der Bakterien und auch eine große Anzahl der Bakterien selbst, die wiederstandsfähig gegen Chlorhexidin sind, würden in der Zahnfleischtasche verbleiben.
    Um nun eine Reduzierung dieses Biofilms zu erzielen, kommt ein Pulver-Wasserstrahl zum Einsatz. Mit diesem resorbierbaren (=abbaubaren) Pulver (Aminoglycin) wird die Wurzeloberfläche abgestrahlt.
    Je nach Befund und Ausprägung der Parodontitis folgt zusätzlich eine Taschenreinigung mittels Laser (siehe unten).
    In seltenen Fällen müssen unterstützend Antibiotika ihre Anwendung finden.
  3. Methode (moderne KaVo Key Laser)
    Mit Hilfe des Key-Lasers 3 mit Feedback-System lassen sich komfortabler sowie schmerzärmer Zahnstein und Bakterien aus der Zahnfleischtasche entfernen.
    Wie geht das:
    Mittels eines Glasstäbchen wird ein diagnostisches Laserlicht in die Zahnfleischtasche transportiert. Dieses Licht strahlt auf die Wurzeloberfläche. Jedes Licht, das auf eine Oberfläche strahlt wird wieder reflektiert, d.h. zurückgestrahlt. Eine saubere Wurzeloberfläche sendet das diagnostische Licht anders zurück als eine mit Zahnstein behaftete Oberfläche. Dieses refektierte Licht wid vom Key-Laser 3 aufgefangen ( feedback System) und in einen integrierten Computer in Sekundenbruch-teilen ausgewertet. Erst wenn der Key-Laser 3 Zahnstein erkennt, ertönt ein Geräusch-und Lichtsignal und der eigentliche therapeutische Laserstrahl, welcher nun den Zahnstein von der Wurzeloberfläche abträgt. Eine angegliederte Spüllösung spült den Zahnstein aus der Zahnfleischtasche heraus. Durch die hierbei im Nanosekundenbereich entstehende Wärme werden, ohne Gewebe oder Zahnoberfläche zu verletzen, die Bakterien und der Biofilm zu sehr großen Teilen zerstört, sodaß eine Antibiotikagabe nahezu unnötig ist. Es entstehen bei der Laserbehandlung wesentlich geringere Schmerzen, Zahnstein wird nur dort entfernt, wo welcher ist, ohne, daß das Zahnfleisch weggeklappt und später wieder angenäht werden muß und die Bakterien mit Ihren Biofilm werden weitgehend zerstört. Bei dieser Behandlung muß auch keine Anästhesie über Spritzen verabreicht werden, hier benötigt man lediglich ein ohne Nadeln aufgetragenes Gel, welches für ausreichende Taubheit sorgt.
Leider aber sind die Kosten für eine Laserbehandlung Privatkosten und werden von der Krankenkasse nicht übernommen.

Play Safe

Wenn Sie Sport treiben sollten, wie z.B. Kontaktsportarten, Inlineskating, Skatboard sollten Sie einen individuellen Mundschutz zur Sicherung Ihrer Zähne tragen. Diese Schiene dämpft alle Stöße ab und schütz Sie vor Zahnfrakturen oder gar Zahnverlust.

In unserem Eigenlabor wird innerhalb weniger Tage ein solcher Schutz passgenau auf Ihre Zähne hergestellt.

Prophylaxe und professionelle Zahnreinigung

Die Vorbeugung von Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten wird Prophylaxe genannt.
Hierzu gehören:
  • professionelle Zahnreinigung
  • Mundhygieneberatung
  • Ernährungsberatung
  • Fissurenversiegelung
  • Intensivflouridierung
  • Speicheldiagnostik
  • Parodontalkeimbestimmung
  • Lasergestütze Kariesfrüherkennung ( DIAGNOdent )
Die Prophylaxe ist eine vorsorgende Medizin und nimmt daher einen wichtigen Stellenwert ein, denn Karies, Zahnfleischerkrankungen und Kiefererkrankungen sollen nicht nur versorgt, sondern wenn möglich vermieden werden.
Die Prophylaxe ist die "Wohlfühl- (Wellness-) Seite" der Zahnmedizin.
Sie trägt nicht nur zur besseren Ästhetik und persönlichen Wohlbefinden bei, sie kann konsequent durchgeführt auch helfen die beiden großen Volkskrankheiten Karies und Parodontitis (Zahnfleischerkrankungen) zu verhindern oder weitgehend einzudämmen.

Die Auswirkungen einer Zahnfleischerkrankung auf den Organismus dürfen nicht unterschätzt werden, so können Keime in einer tiefen Zahnfleischtasche über die Blutbahn andere Stellen im Körper erreichen und dort z.B. folgende Erkrankungen hervorrufen:
  • Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • Frühgeburten
Somit helfen Sie mit der Prophylaxe Ihrer ganzheitlichen Gesundheit.

Wer benötigt Prophylaxe?

Jeder - unabhängig vom Lebensalter.

Wie hoch sind die Kosten?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr (also Alter 17 Jahre) die Kosten für weitgehend alle Prophylaxebereiche. Kosten entstehen nur für die lasergestützte Kariesfrüherkennung (DIAGNOdent).
Für alle Personen ab 18 Jahren ist nach Ansicht unserer Gesetzgeber und somit auch der Krankenkassen PZR eine Privatleistung. Aber, Gesundheit und ein strahlendes Lächeln sind diese erschwingliche Investition in jedem Fall wert. Diese angenehme Behandlung reduziert Ihre Kosten für Zahnersatz, da sie Ihre Zähne sauber und gesund erhält.
Die Kosten für Ihre Behandlung, welche individuell für Ihre Situation notwendig ist, wird von uns in Teamarbeit, von Zahnarzt und einer speziell fortgebildeten Prophylaxefachkraft, erstellt.
Lebenslange Prophylaxe ist besser als lebenslange Behandlung.

Wie kann eine Prophylaxebehandlung aussehen?

Mundhygieneunterweisung
  • Beurteilung der Mundhygiene und des Zahnfleischzustandes
  • Erhebung eines Mundhygienestatus
  • Unterweisung zur Vorbeugung gegen Karies und Zahnfleischerkrankungen
  • Kontrolle des Übungserfolges einschließlich weiterer Unterweisung
Professionelle Zahnreinigung
  • Komplette Zahnsteinentfernung
  • Reinigung mit einem Pulverstrahlgerät
    Zahnpolitur mit speziellen Polierpasten
  • Säuberung der Zahnzwischenräume
Schwangerschaftsberatung
  • Mundhygieneverhalten während der Schwangerschaft
Fluoridierung
  • Lokale Fluoridierung mit Lack oder Gel zur Verbesserung der Zahnhartsubstanz (Zahnschmelzhärtung)
Fissurenversiegelung
  • Versiegelung der Zahngrübchen, auf der Zahnoberfläche auf Wunsch auch unter Laseranwendung
Speicheltest zur Kariesbestimmung
  • Speicheluntersuchung um die bakteriologische Infektion und damit ein individuelles Kariesrisiko zu ermitteln.
Speicheltest zur Tumorvorsorge
  • Über einen Speichelabstrich und Einsendung in ein mikrologisches Institut kann, bei vorliegendem optischen Verdacht, ein eventuell vorliegender Mundtumor frühzeitig erkannt werden.
Sondentest zur Parodontalkeimbestimmung
  • Beurteilung von eventuellen Bakterienansiedelungen in Zahnfleischtaschen mittels Papiersonden, Einsendung in mikrobiologisches Labor und gentechnisch abgestützte individuelle Antibiotikumermittlung.
Aber, jeder benötigt nicht alles.
Jede Behandlung wird auf Sie individuell abgestimmt.

Was versteht man unter einer Pulverstrahlbehandlung?

Ein Gemisch aus Luft, Wasser und Natriumbicarbonat wird mit sanftem Druck auf die Zahnoberfläche gesprüht und beseitigt somit schonend dunkle Beläge, die u.a. durch den Genuss von Nikotin, Kaffee und bzw. oder Rotwein entstehen können.

Wie gestaltet sich eine Pulverstrahl-Behandlung?

Selbst der geübteste Patient ist nie in der Lage, seine Zähne 100%ig zu reinigen, sodass vor allem zwischen den Zähnen vermehrt Beläge entstehen, die sich zu Zahnstein anhäufen können. Dieser Zahnstein kann u.a. auch Mundgeruch erzeugen.
Unsere intensiv prophylaxe-ausgebildete Mitarbeiterin sprüht gezielt den Pulverstrahl ähnlich eines „Kärchers“ auf die Zahnbeläge und sprüht diese somit schonend weg.
Die hierfür benötigte Zeit richtet sich nach der Ausdehnung des Zahnsteines in Menge und Anzahl der Zähne. Eine solche Zahnreinigung kann somit bis zu 60 Minuten dauern.

Wie viel kostet eine Pulverstrahl-Behandlung?

Hier sind mehrere Faktoren zu berücksichtigen. Ist die Air-Flow Behandlung in eine Gesamtprophylaxemassnahme integriert, so sind die Kosten individuell vorher abzustimmen.
Handelt es sich lediglich um eine isolierte Air-flow Behandlung, so ist die benötigte Zeit für die Kosten ausschlaggebend. Die Preise liegen hierbei ca.zwischen 50,- bis 100,- Euro.

Mundhygieneartikel für die tägliche Anwendung

Für die tägliche Mundhygiene zu hause bieten wir Ihnen eine Vielzahl von ausgesuchten und hochwertigen Prophylaxeartikeln, die wir individuell für Sie empfehlen.

Recallsystem
Wie so häufig im Alltag gibt es so einige Sachen, die man gerne vergisst, und wo man für eine kleine Erinnerung dankbar ist. Wenn Sie dies möchten, geben Sie einfach uns an der Rezeption bescheid und so werden Sie von uns über die nächsten Termine informiert (Big Brother is watching you).

Digitales Röntgen

Das Wichtigste zuerst:
Digitales Röntgen bedeutet eine deutliche Strahlenentlastung bis zu 70% in Relation zu dem analogen Röntgen. Das bedeutet im Klartext für sie, dass Ihre Gesundheit für uns schon beim Röntgen im Vordergrund steht. So entspricht eine Aufnahme des gesamten Zahnbefundes mit Knochenstrukturen, wie Kieferhöhlen, Kiefergelenken und der gleichen mehr, eine geringere Belastung, als wenn sie im Flugzeug bei einer Höhe von 11.000 m 30 min fliegen würden.
Digitales Röntgen und die Umwelt:
Da bei dem digitalen Röntgen keine Chemie verwendet wird, entfällt diese aggressive Entwicklerlösung vollständig. Somit muss diese Chemikalie, wie bei der analogen Röntgenbildherstellung notwendig, nicht belastend für die Umwelt entsorgt werden.
Was ist digitales Röntgen?
Bei dem digitalen Röntgen wird eine Speicherfolie belichtet, die dann in einem computerunterstützenden Verfahren ausgewertet wird. Diese digitalen Bilder können wir als ihre Zahnärzte dann entsprechend über einen Computer zur optimalen Diagnosefindung bearbeiten, d.h. kleine Entzündungsbereiche vergrößern, Kiefergelenke deutlicher darstellen, kariöse Läsionen markieren und dergleichen mehr. Und dies alles in kürzester Zeit, sodass für sie, als unserem Patienten, die Wartezeiten deutlich verringert werden. In Absprache mit Ihnen können wir diese digitalen Röntgenbilder auch an übergreifende Fachrichtungen, wie z.B. Kieferchirurgen und Kieferorthopäden via Email versenden und somit im übergreifendem Team für Sie und ihrer Gesundheit tätig sein.
Noch einmal in Kürze digitales Röntgen versus analoges Röntgen:
- Deutlich weniger Strahlenbelastung
- Keine Umweltbelastung
- Deutlich geringere Wartezeiten
- Bessere Diagnosefindung
- In Absprache mit Ihnen einfacher Datenaustausch mit weiterbehandelnden zahnärztlichen Fachrichtungen

Schwangerschaft und Gesundheit im Mund

Der Schwangerschaftstest ist positiv? Sie wollen sich beim Frauenarzt anmelden? Dann machen sie sich bitte auch gleich einen Termin beim Zahnarzt aus! Denn in der Schwangerschaft ist eine intensive Mund- und Zahnpflege notwendig. Diese Pflege hilft ihnen als werdende Mutter und ihrem Kind zugleich. Ungepflegte Zähne erhöhen nämlich das Risiko einer Frühgeburt. Grund dafür ist, dass durch das entzündende Zahnfleisch Prostaglandine freisetzt werden, welche sich wehenfördernd auswirken.
  • Was ist in der Schwangerschaft anders?
  • Was können Sie tun?
  • Nutzt ein Speicheltest etwas?
  • Fluoridierung während der Schwangerschaft?
  • Was ist zu beachten wenn das Kind auf der Welt ist?
  • Welche Produkte sind de richtigen für Ihr Kind?
  • Was können Sie für die Mundgesundheit ihres Kindes tun?
  • Was stimmt an den Legenden über das Zähnekriegen?
  • Welcher Schnuller ist für ihr Kind gut?
  • Wie bringe ich mein Kind zum Zähneputzen?
  • Individuelle Produktempfehlung und Anwendung von Hilfsmitteln
  • Individuelle Ernährungsberatung
Dies und mehr wird in einer intensiven Schwangerenberatung mit Ihnen erörtert.
Unterstütz wird diese durch einen "zahnärztlichen Kinderpass", welcher ihr Kind von ihrer Schwangerschaft bis zur Einschulung begleitet. Hierauf folgt dann ein "Prophylaxepass für Kinder von 6-11 Jahren". Nutzen Sie die Zeit der Schwangerschaft
für sich und Ihr Kind, denn alles was Sie vor der Entbindung wissen ist hilfreich und gibt Sicherheit.
Gerne stehen wir Ihnen bei weiteren Fragen zur Seite.

Untersuchung und Behandlung außerhalb der Zahnarztpraxis
Die Mobile Zahnarztpraxis

Zahnmedizinische Hilfe vor Ort ist manchmal notwendig. Nicht immer können die Patienten auf Grund der Einschränkung ihrer eigenen Mobilität zu uns in die Zahnarztpraxis kommen.
Die Existenz von gesunden Zähnen und/oder funktionstüchtigem Zahnersatz spielt aber eine beträchtliche Rolle bei der Erhaltung und Verbesserung der Lebensqualität. Durch die mangelnde Mobilität werden regelmäßige Kontrollbesuche beim Zahnarzt herausgezögert oder auch ganz unterlassen. Somit entsteht schnell eine Karies, Entzündungen der Schleimhäute (Gingiva) und eine Erkrankung des Zahnhalteapparates (Parodontiums).
Zunehmend wird der Zeitpunkt für die mögliche Reparatur eines vorhandenen Zahnersatzes verpasst.
Wir möchten dem entgegenwirken, streng nach dem Motto:

„Kann der Patient nicht zum Zahnarzt kommen,
dann kommt die Zahnarztpraxis Dr. Pfütz zum Patienten.“

Aus diesem Grunde sind wir an folgenden Orten außerhalb unserer Zahnarztpraxis tätig:
- BDH- Klinik (Fachklinik für Neurologie und neurologische Rehabilitation) in Braunfels
- Seniorenzentrum Falkeneck in Braunfels
- Ambulante Intensivpflege Falkeneck (AIF) in Braunfels
- Angemeldete Hausbesuche

Das können wir vor Ort für Sie tun:
- Kontrolle der Zähne und Prothesen
- Zahnfleischbehandlungen
- Kleinere Füllungsrestaurationen
- Prothesenreparaturen (Bruchreparaturen, Unterfütterungen)
- Vorkontrollen und Organisationshilfe zur Weiterbehandlung in unserer Zahnarztpraxis oder bei Kieferchirurgen

Wie ist der Ablauf?
Die Realisierung einer zahnärztlichen Behandlung außerhalb der eigenen Praxisräume ist in einem laufenden Praxisbetrieb nicht ohne weiteres leicht umzusetzen. Ein zeitnaher Termin ist nicht immer realisierbar.
Daher haben wir in unserer Praxis eine feste Außerhaus-Sprechstunde eingerichtet, die jeweils Mittwochnachmittags ab 13:30 Uhr stattfindet und der Reihe der entsprechenden Anmeldungen nach abläuft.

Was bitten wir Sie vorab zu tun:
- bitte vereinbaren Sie einen Behandlungstermin telefonisch unter der
Tel.-Nr.: 06442/4443.
- nennen Sie uns genau Ihren Namen, Adresse und Versicherungsart.
- beschreiben Sie bitte so gut wie möglich ihre Beschwerden.
- übermitteln Sie uns bitte Ihre Medikamentenliste, den Namen Ihres Hausarztes per Fax: 06442/4453 oder per Email: praxis@dr-pfuetz.de vor dem vereinbartem Termin.
- sollten Sie nicht persönlich ein zahnärztliches Problem haben, sondern als gesetzlicher Vertreter handeln, seinen Sie unbedingt bitte bei dem vereinbarten Termin anwesend. Ohne ihre Anwesenheit dürfen und werden wir den Patienten nicht behandeln.
- Halten Sie bitte ihr Versicherungskärtchen bei unserem anstehenden Hausbesuch parat.



Wir freuen uns, Sie kennen zu lernen

Ihr Praxisteam Dr. Pfütz

Veneertechnik

Möchte man nur eine äußere Schicht eines Zahnes kosmetisch behandeln, ohne gleich den gesamten Zahn zu beschleifen, ist es möglich eine Verblendschale (Veneer) auf den den Zahn nach einem minimal invasiven prothetischen Einsatz auf dem Zahn zu befestigen.

Somit können z.B. unterentwickelte Zapfenzähne oder Stellungsänderungen gerade im Frontzahngebiet geschickt verdeckt werden.

Durch eine individuelle Farbbestimmung seitens unserer zwei Zahntechnikerinnen kann der persönliche Farbcharakter direkt mit Ihnen bestimmt werden.

Veröffentlichungen und Vorträge

Zeitungsgruppe lahndill
Ausgabe 11/März 2005
Gesundheitsartikel Au Backe!
"Hypnose: Bachgeplätscher ersetzt Bohrgeräusche"

Braunfelser Themenabende
Gesundheit 2006
Dienstag, 7.Februar
Verwaltungsgebäude der Kur GmbH Braunfels
Schmerzen-Stress-Hypnose
Am Dienstag, 07. Februar 2006 um 19.30 Uhr findet im Verwaltungsgebäude der Braunfelser Kur GmbH, Bagnols-Raum, ein Themenabend Gesundheit statt.
Die Veranstalter, Arbeitsgemeinschaft Gesundheit und Sport des Stadtmarketing Braunfels sowie die Braunfelser Kur GmbH laden alle Interessierten ganz herzlich dazu ein. ... Ein weiteres Thema trägt Dr. Ivo Pfütz unter dem Motto „Wie setzt der Zahnarzt die Hypnose ein?“ vor. Um die Ursachen in den Griff zu bekommen, d. h. Entspannung herbeizuführen, wenn sie gerade benötigt wird, kann die Hypnose eingesetzt werden. Diese Technik wird erklärt und man kann sie kennen lernen. Der Zahnarzt oder Arzt kann sie verwenden, um Spannungen oder Behandlungsängste zu behandeln. Die Formen der Hypnosevorbereitung kann auch täglich selbst angewendet werden, um stressbeladene Situationen zu meistern. ...
"Wie setzt der Zahnarzt die Hypnose ein?"

Braunfelser Themenabende
Gesundheit 2006
Verwaltungsgebäude der Kur GmbH Braunfels
Dienstag, den 04.April 2006
Laser
"Zahnbehandlung mit dem Laser. Welche Vorteile hat die Laserbehandlung?"

Braunfelser Themenabende
Gesundheit 2007
Dienstag, den 12. Juni 2007
"Wie wird Zahnersatz hergestellt?"

Wurzelkanalbehandlung

Warum wird eine Wurzelkanalbehandlung notwendig?

Im Inneren eines gesunden Zahnes befindet sich das Zahnmark (die Pulpa), welche u.a. aus Blutgefäßen und Nerven besteht. Bei einer tiefen Karies z.B. können Bakterien in das Zahnmark eindringen und zum Teil sehr schmerzhafte Entzündungen hervorrufen, die das Gewebe weitgehend zerstören. Dringen die Bakterien noch weiter in dem Nervkanal vor, können sich eitrige Entzündungen entwickeln, die sogar den Kieferknochen auflösen können.

Wie kann der Zahnarzt helfen?

Die einzige Möglichkeit ist die Wurzelkanalbehandlung, auch Endodontie genannt. Hierbei wird erkrankte Gewebe des Zahnes entfernt, der Kanal gereinigt, die vorhandenen Bakterien beseitigt und der Zahn anschließen verschlossen, damit keine weiteren Bakterien eindringen können.

Welche Alternativen gibt es?

Die einzige Alternative zur Wurzelkanalbehandlung stellt das Ziehen (Extraktion) des Zahnes dar, doch diese endgültige Lösung kann noch nach Scheitern einer Wurzelkanalbehandlung durchgeführt werden. Der Verlust eines Zahn bedeutet immer einen Eingriff in die Lebensqualität und bedeutet eine nachfolgende prothetische oder implantologische Versorgung.
Bei Verzicht einer Wurzelkanalbehandlung muss mit einer tief greifenden Entzündung des Kieferknochens, starken Schmerzen, Schwellungen und Eiterbildung (Abszess) gerechnet werden. Mögliche Schäden sind eine Kieferausweitung, die Beschädigung der Nachbarzähne, der Kieferhöhlen und eine Beeinträchtigung des Gesamtorganismus, wie z.B. Herzklappenprobleme.

Wie wird eine moderne Wurzelkanalbehandlung durchgeführt?

Schritt 1

Nach einer einleitenden örtlichen Betäubung wird der entzündlich veränderte Nerv eröffnet und mittels feiner Instrumente entfernt. Der Wurzelkanal wird nun deutlich dargestellt und dessen Länge über zwei unterschiedliche Verfahren dargestellt um den Zahn letztendlich bis zu seiner Wurzelspitze zu füllen.

a) Methode 1 ( Kassenlösung )

Es wird ein feines Instrument in den Wurzelkanal eingeführt und dessen Länge anhand eines Röntgenbilde ermittelt. Diese Verfahren birgt aber Ungenauigkeiten, da ein Röntgenbild nur ein zweidimensionales Bild liefert ( die Höhe und die Breite eines Zahnes, nicht aber dessen Durchmesser ). Leider erkennt die Krankenkasse nur dieses System an, auch wenn Ihr der Nachteil bekannt ist und auch die unnötige Röntgenbelastung.

b) Methode 2 ( moderne Zahnmedizin )

Die genauere Wurzellängenbestimmung erfolgt über das Endometriegerät Raypex 4 mittels des so genannten Impedanzenquotientenverfahren. Mittels einer nicht merklichen Strommessung wird die Länge der Wurzel gemessen.
Vorteil: Diese bei uns in der Praxis in Einsatz kommenden Gerätes arbeitet genauer, da nicht die optische Betrachtung mit ihren Fehlerquellen wie über ein Röntgenbild notwendig ist. Es verringern sich somit auch die Anzahl der notwendigen Röntgenaufnahmen und somit deren Strahlenbelastung.
Leider wird dieser Fortschritt nicht von den Krankenkassen erkannt und bezahlt. Die hierbei entstehenden Kosten sind aber im überschaubaren Rahmen und stehen in keinem Verhältnis zu denjenigen, die entstehen, wenn die Wurzelkanallänge wegen einer ungenauen Zahnlänge scheitert, der Zahn ungenau gefüllt wird, Bakterien wieder eindringen und somit der Zahn gezogen werden muss und die entstandene Lücke über eine Brücke oder ein Implantat geschlossen werden muss.

Schritt 2

Nach der nun ermittelten Zahnlänge werden die Wurzelkanäle gereinigt. Auch hier gibt es wieder zwei Methoden:

Methode 1 (Kassenlösung):
Mittels feiner Handinstrumente wird der Kanal gesäubert. Diese Methode ist zwar zweckdienlich, aber nicht zahnsubstanzschonend und nicht immer bis zur Wurzelspitze genau ausführbar.

Methode 2 (moderne Zahnmedizin)
Die moderne Wurzelkanalaufbereitung erfolgt z.B. mit dem Endomotor VDW. Silver. Es handelt sich hierbei um eine maschinelle Wurzelkanalaufbereitung mit Wurzelinstrumenten aus einem Nickelkern und einer Titanhülle. Diese Instrumente passen sich automatisch und optimal der vorhandenen Kanalanatomie an. Der Patient merkt von der Behandlung nur noch eine leichtes Summen des Motors. Die bei der Handaufbereitung auftretenden unangenehmen Geräusche, sowie das massive Zerren am Zahn, entfallen deutlich. Der eingebaute Drehmomentschlüssel in dem Gerät verhindern weitgehend eine Instrumentenfraktur.

Schritt 3
Häufig muss nun eine medikamentöse Einlage in den Wurzelkanal eingebracht werden und für die Dauer von ca. 2 Wochen im Zahn verweilen, um etwaige Bakterien zu beseitigen.

Schritt 4
Jeder entzündete Wurzelkanal beinhaltet Bakterien, diese werden durch geeignete Spülungen und mit einem Ultraschallgerät herausgespült. Bei stark bakterienentzündeten Wurzelkanälen kann für eine zusätzliche Wurzelkanalreinigung der Lasereinsatz notwendig werden. Hierzu wird eine feine Glasfaser in den vorbehandelten Wurzelkanal eingeführt und über Laserlichtimpulse die seitlichen Verzweigungen des Kanals sterilisiert. Neben der mechanischen Reinigung kommt es somit auch zu einer kinetischen Entfernung der schädlichen Bakterien und Keime im Sinn einer Sterilisation.

Schritt 5

Abschließend wird der Zahn mit einer endgültigen Wurzelfüllung versehen. Auch hier gibt es wieder zwei unterschiedliche Verfahren.

Methode 1 (Kassenlösung)
Mittels eines Guttaperchastiftes, d.h. eines Kunststoffstiftes mit definierter Länge und konisch nach unten sich verjüngender Form, ähnlich einer Mohrrübenform, wird der Wurzelkanal abgefüllt. Dieser Stift wird mit einem Sealer, d.h. Kleber mit der Wurzelwand verklebt.

Methode 2 (Moderne Zahnmedizin)
Da der Wurzelkanal alles andere als parallel zueinander verlaufende Wände besitzt und nicht nur aus einem Hauptkanal besteht, sondern vielmehr kleine seitliche Verästelungen, wie die Äste eines Laubbaumes, hat, wird der Wurzelkanal maschinell mit einer in zwei Phasen erwärmten,
flüssigen Guttaperchamasse nach dem Schneckenschraubenprinzip abgefüllt. Dies bedeutet, dass eine feine biegsame Wendelschraube in den vorbereiteten Wurzelkanal erwärmtes und flüssiges Füllmaterial durch Druck auch in die Seitenverästelungen randdicht transportiert und somit abdichtet.

Schritt 6

Abschließend wird für eine die Begutachtung der durchgeführten Wurzelfüllung der Zahn geröngt und die Zahnoberfläche mit einer Füllung verschlossen.

Welche Erfolgsaussichten gibt es?

Die Erfolge liegen bei ca. 80 %. Aber auch bei der größten Mühe und dem innovativsten Geräteinsatz ist nicht immer ein Erfolg zu erzielen. Es handelt sich um einen Versuch, der von einer großen Erfolgsaussicht gekennzeichnet ist, aber eine Erfolgsgarantie ist nicht gegeben.
Eventuell muss noch eine chirurgische Intervention an der Wurzelspitze erfolgen, oder der Zahn sogar extrahiert werden. Dennoch werden die eventuell entstehenden Kosten, die durch eine solche aufwendige private , dem Zahnerhalt dienende Behandlung entstehen, nicht von den Krankenkassen erstattet und sind leider von dem Patienten zu tragen.

Zahnärztlicher Kinderpass

In unserer Zahnarztpraxis sind die „kleinen Patienten“ sehr willkommen und gerne gesehen. Zur Ihrer und unserer Dokumentation führen wir einen zahnärztlichen Kinderpass. Bitte heben Sie bei Erhalt dieses Kinderpasses diesen gut auf, denn er soll die „Zahn-Karriere“ Ihres Kindes einige Jahre Begleiten. Möglicherweise trägt dieses „Zahntagebuch“ auch dazu bei, schöne Erinnerungen für Sie zu bewahren.
Parallel zu den wichtigen und Ihnen bekannten Untersuchungen beim Kinderarzt (U-Untersuchungen) bieten wir Ihnen in unserer Zahnarztpraxis auch die notwendige zahnärztliche Untersuchung (UZ) an. Denn der Entwicklung des Kiefers, der Zähne und der Mundhöhle gehört ebenso viel Fürsorge und Aufmerksamkeit wie allen anderen Fortschritten, die Ihr Kind macht. Umfassend und regelmäßig sollte sein Mundgesundheitszustand kontrolliert und während der ersten sechs Lebensjahre in diesem Untersuchungspass dokumentiert werden. Durch die U Z – Untersuchungen können ab einem bestimmten Alter auch mögliche Zahn – und Kieferfehlstellungen frühzeitig erkannt und behandelt werden.

Damit Ihr Kind mit gesunden Zähnen aufwächst, sind wir aber auf ihre Mithilfe angewiesen. Eine Mithilfe, die bei der schwangeren Mutter bereits zu Anfang der Schwangerschaft beginnt. Zu diesem Zeitpunkt und unmittelbar vor der Geburt sollten Sie sich als werdende Mutter bei uns zahnärztlich untersuchen, beraten und gegebenenfalls behandeln lassen.

Denn, wir wünschen Ihnen und Ihrem Kind Zahngesundheit ein Leben lang.

Zahnpasta-Prophylaxeshop

In unserem Prophylaxeshop können Sie unter fachmännischer Beratung die für Sie wichtigen und richtigen Utensilien erwerben.

Wir helfen Ihnen bei der Auswahl der richtigen
Interdentalbürtchen
Zahnseiden
Prothesenzahnbürsten
Plaqueanfärbeprodukten
Zahnpasten
und dergleichen mehr

Zahnpasta

Die harte Zahnoberfläche, der Zahnschmelz, muß regelmäßig geputzt werden, um Bakterien zu entfernen.Genauso wichtig wie die richtige Zahnbürste ist auch die Wahl der richtigen Zahnpasta. Wir empfehlen und bieten auch in unserem Propyhlaxeshop die "Premium Zahnpfegeserie von ApaCare" an. Diese Zahnpflegeserie baut sich auf Basis von nanokristallinen Hydroxylapatit auf, d.h. sie beinhaltet einen flüssigen Zahnschmelz. Dieser flüssige Zahnschmelz bildet eine Schutzschicht auf dem Zahnschmelz in dem es die oberflächlichen Poren versiegelt und eine Remineralisation des Schmelzes fördert.
Fragen Sie uns, wir beraten Sie gerne und empfehlen Ihnen aus den folgenden Produkten die für Sie richtigen Komponenten:
  • ApaCare-Zahncreme
    remineralisierend. Mit medizinischem Nano-Hydroxylapatit und Natriumfluorid. Für die tägliche Zahnpflege.
  • ApaCare Young-Milde Zahncreme
    Remineralisierend. Mit medizinischem Hydroyxlapatid und reduziertem Flouridgehalt, auch für Kleinkinder geeignet.
  • ApaCare Professional home-Zahnpolierpaste
    Gegen Verfärbungen. 1-2 x wöchentlich.
  • ApaCare&Repair-Intensiv-Zahnpflege-und Remineralisationspaste
    Zur Reparatur angegriffenen Zahnschmelzes, zur Härtung, zur Glättung und Aufhellung sowie zur Verminderung von Sensibilitäten. Täglich nach dem Zähneputzen zu verwenden.
  • ApaCare Liquid
    Zahnbalsam mit medizinischem Hydroxylapatit

Zahnschmuck

Zahnschmuck (Twingel) gehören heute bei vielen jungen Menschen zum Lebensgefühl dazu. Die Anpassung eines Twingels ist für den Zahn vollständig unschädlich und kann nach Belieben ohne Risiko für den Zahn entfernt werden. Bei uns können sie sich einen solchen glänzenden Stein in Form, Farbe und Größe individuell aussuchen.

Zahnersatz im Eigen-Labor der Zahnarztpraxis Dr. med. dent. Ivo Pfütz

Unser Gespür für die perfekte Lösung wird durch unser eigenes Dental-Labor unterstützt. Wir sind spezialisiert auf vollkeramischen, festsitzenden Zahnersatz. Die zahntechnischen Arbeiten werden grundsätzlich nur in unserem Labor oder in ortsnahen Fremdlaboren hergestellt. Die Herstellung zahntechnischer Arbeiten in sogenannten Billiglohnländern wird von uns abgelehnt und nicht durchgeführt.

Das hat für Sie nur Vorteile, denn alle Arbeiten erfolgen direkt vor Ort und zeitnah. Das Labor ist von der Planung bis zur Fertigstellung des Zahnersatzes in den Behandlungsprozess mit einbezogen. So erfolgt z.B. die individuelle Farbbestimmung von Zahnfarben und Zahnformen direkt vor Ort durch unsere Zahntechnikerinnen Frau Kramer und Frau Pfütz. Jeder Zahnersatz ist eine individuell für Sie eigens hergestellte Versorgung, deshalb ist es ganz wichtig, dass die ausführende Zahntechnikerin sie persönlich kennenlernt - um eine individuelle Farb- und Formbestimmung vornehmen zu können.

Ein Zahnersatz aus unserem Labor ist ein auf Sie abgestimmtes und von Hand gefertigtes Produkt aus Deutschland – Handmade in Braunfels.

Unser zahntechnisches Eigenlabor und CEREC
Bei dem Cerec-System von Sirona handelt es sich um eine computergestützte, zahntechnische Versorgungsmöglichkeit von Inlays, Kronen, Brücken, etc. Der Name Cerec leitet sich ab von CEramic RECconstrucion.

In unserer Praxisphilosophie steht die Individualität des einzelnen Menschen an oberster Stelle. Somit haben wir uns für das "Cerec MCXL in Lab"- System entschieden. Für die Herstellung der prothetischen Versorgung, wie z.B. Kronen oder Brücken, wird ein Abdruck im Mund des Patienten erstellt. Unsere Zahntechnikerinnen bestimmen individuell mit dem Patienten die jeweilige Zahnfarbe, den Farbverlauf und die persönliche Zahnform. Hiernach wird ein spezielles Gipsmodell hergestellt. Mit der Verwendung der CAD/CAM Technologie wird zunächst mittels eines Scanners der optische Abdruck dieses Gipsmodells erstellt. Gemäß dem CAD-Verfahren werden die gewonnenen Bilder nun am Monitor des Computers dargestellt und die zukünftige Restauration mittels einer speziellen Software konstruiert. Anschließend werden die Konstruktionsdaten im CAD-Verfahren an eine Schleifeinheit die ebenfalls über den Computer gesteuert wird gesendet und die Basis der Krone oder Bücke vollautomatisch hergestellt. Hiernach beginnt die manuelle Individualisierung dieser prothetischen Versorgung durch eine unserer beiden Zahntechnikerinnen bezüglich der am Patienten ermittelten Zahnfarbe, Zahnform und Zahnästhetik. "Computer-Hightech trifft manuelles Zahntechniker-know-how."

 

Zahnarztpraxis Dr. med. dent. Ivo Pfütz
Am Kurpark 8 _ 35619 Braunfels
Tel.: 0 64 42 - 44 43 _ Fax: 0 64 42 - 44 53
Do: 8 - 12 Uhr / 14 - 18 Uhr
Fr:  8 - 12 Uhr /